- 02.04.2012, 11:41:30
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Zinsen sorgen für Frust
AKNÖ: "Kontogebühren und Überziehungszinsen zu hoch, Habenzinsen mickrig."
Wien (OTS) - Während heimische Banken mickrige Habenzinsen
hergeben, sind Kontogebühren und die Kosten fürs Kontoüberziehen
happig. Die AKNÖ stellt fest: Kundenzufriedenheit sieht anders aus.
Nur ein einziges Mal kurz das Konto überziehen? Das kann teuer
werden. Einerseits bekommen BankkundInnen für das Guthaben auf ihrem
Gehaltskonto derzeit gerade einmal zwischen 0 und 1 Prozent.
Andererseits verrechnen die Banken innerhalb des Überziehungsrahmens
bis zu 13,5 Prozent, außerhalb bis zu 18,25 Prozent
Überziehungszinsen. AKNÖ-Konsumentenexperte Ernst Hafrank versteht
den Frust vieler KundInnen, die sich bei der AKNÖ beschweren: "Nicht
nur die Zinsen für die Kontoüberziehung sind hoch. Auch die
Kontoführungsgebühren sind saftig." Kosten für die Kontoführung
schlagen zusätzlich bis zu 180 Euro jährlich zu Buche. Zwar bieten
Banken verschiedene Zusatzeistungen an, wie etwa Event-Tickets, Abos
oder Klubmitgliedschaften, um ihre KundInnen bei Laune zu halten.
Diese gehen aber oft am Bedarf der BankkundInnen vorbei, kritisiert
der Experte.
Erst ab 140.000 Euro kein Verlust am Konto
Wie negativ sich die Entscheidung für das falsche Kontomodell
auswirken kann, zeigt das folgende Beispiel:
Ein Konto mit verschiedenen Zusatzleistungen mit 0,125 Prozent
Habenzinsen (abzüglich 25 Prozent KESt) kostet bei einer
österreichischen Großbank pro Jahr 175 Euro. Um ohne Verlust
auszusteigen, müsste der Kontoinhaber über ein ständiges Guthaben von
mehr als 140.000 Euro auf dem Konto verfügen. "Erst ab dieser Summe
kann der Zinsertrag die laufenden Kontogebühren abdecken", so
Hafrank. Um nicht am Ende draufzuzahlen, muss man sich Zeit nehmen
und die verschiedenen Kontomodelle vergleichen. Unter
www.bankenrechner.at gibt es den besten Überblick.
Rückfragehinweis:
AKNÖ-Konsumentenberatung
Ernst Hafrank
Tel.: 01/58883-1310
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