- 30.03.2012, 11:50:39
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Gesundheitsminister Stöger kündigt bundesweit einheitliche Patientenbefragung an
Appell für rasche Reformen im Gesundheitswesen stand im Mittelpunkt des 9. Forum Hospital Managements
Wien (OTS) - "Wir werden eine österreichweite Befragung
durchführen, die sowohl im Krankenhaus - als auch im niedergelassenen
Bereich die Zufriedenheit und Bedürfnisse der Patienten erheben
wird." Das erklärte Gesundheitsminister Alois Stöger beim 9. Forum
Hospital Management, das gestern Donnerstag, im Wiener Studio 44
stattgefunden hat. Stöger betonte, dass Österreich dringend eine
Gesundheitsreform brauche - dabei müssen vor allem die Bedürfnisse
der Patienten im Mittelpunkt stehen.
Die aktuell geplante und die lange Geschichte der Reform des
österreichischen Gesundheitswesens stand im Mittelpunkt der
Veranstaltung, die von der Vinzenz Gruppe, dem Wiener AKH und der WU
gemeinsam organisiert wurde und den Titel "Wie lange grüßt das
Murmeltier. Appell für eine gelingende Gesundheitsreform" trägt.
Stöger forderte insbesondere eine gemeinsame Verantwortung für
Steuerung, Planung und Finanzierung sowie gemeinsame Ziele und das
Einbinden aller Beteiligten ein: "Wir müssen alle einbinden und
möglichst lange gemeinsam gehen - auch wenn manchmal Umwege notwendig
sind." Allerdings gibt es für ihn dabei auch Grenzen: "Manchmal muss
man auch Entscheidungen gegen einzelne Sonderinteressen durchsetzen."
Gesundheitsminister Stöger plädiert für eine sachliche Debatte über
die Reformen im Gesundheitswesen, damit das Vertrauen der Bevölkerung
nicht zerstört werde. "Vertrauen braucht Transparenz", so Stöger.
Daher müssen die Prozesse im Gesundheitswesen sichtbar gemacht
werden. Dazu zählen unter anderem, dass die Finanzierung klar gelegt
werde und es eindeutige Qualitätskriterien für die Prozesse im
Gesundheitsbereich gebe.
Ruf nach differenzierter Leistungsdebatte
Die Forderung nach Transparenz bildete auch einen Schwerpunkt des
Beitrages von Dr. Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz
Gruppe: "Wir müssen die undifferenzierte Ausgabendämpfungsdebatte
durch eine differenzierte Leistungsdebatte ergänzen." Die
undifferenzierte Kostendebatte führe zu Vertrauensverlust in das
Gesundheitswesen. "Hinter den Kosten stehen aber große Leistungen für
die Patienten, hohe Qualität und enormes Engagement der Mitarbeiter",
betont Heinisch.
Nicht einseitige Sparprogramme, sondern transparente Investitionen in
Qualität und Effizienz werden unser Gesundheitswesen erhalten. Daher
soll in Zukunft, so Heinisch, dort investiert werden, wo nachweislich
höchste Effizienz und Qualität erbracht werden.
Erfolg liegt in der Zusammenarbeit aller
Univ. Prof Dr. Reinhard Krepler, Ärztlicher Direktor des AKH Wien,
sieht aus medizinischer Sicht großes Potential in der Strategie
medizinisch-pflegerischer Leistungserbringung. In Zusammenarbeit von
Universität und industrieller Forschung wurden zum Beispiel
kosteneffizientere und schonendere Behandlungsmöglichkeiten
entwickelt. Krepler: "Der Erfolg im Einsatz dieser Methoden erfordert
ein Zusammenwirken aller Anbieter über die Landesgrenzen und jene der
Rechtsträger hinweg."
Murmeltier macht Hoffnung
Der Wirtschaftsexperte a. o. Univ. Prof. Dr. Johannes Steyrer,
wissenschaftlicher Leiter des Forschungsinstituts
Gesundheitsmanagement und Gesundheitsökonomie der WU-Wien brachte zur
Eröffnung ein Murmeltier mit: "Es erwacht jetzt im Frühling wieder.
Wir dürfen daher optimistisch sein, dass es Österreich heuer schafft,
eine Gesundheitsreform umzusetzen."
Bildmaterial unter www.vinzenzgruppe.at/presse
Rückfragehinweis:
Annemarie Kramser Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management GmbH, Wien Leitung Kommunikation Gumpendorfer Straße 108, 1060 Wien Mobil : +43 /664 412 50 39 E-Mail :[email protected] www.vinzenzgruppe.at
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