• 30.03.2012, 10:57:55
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FFG: Forschung wirkt.

Der Klang der Innovation

Wien (OTS) - Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft
FFG gleicht sieben Jahre nach ihrer Gründung einem wohlsortierten,
gehobenen "Förder-Supermarkt" und ist zu einem One-Stop-Shop für die
Forschung in Österreich geworden. Gut abgestimmt auf den
KundInnenkreis - von innovativen Kleinbetrieben bis zur
Spitzenforschung auf Weltklasseniveau - ist das Portfolio
zielgruppenspezifisch ausdifferenziert und dementsprechend wertvoll
und treffsicher in seiner Wirkung. Trotz der aktuellen
Wirtschaftswachstumsprognosen und notwendig gewordener
Konsolidierungsmaßnahmen werden das Kerngeschäft und die Planungen
der FFG weiter auf Kurs bleiben und umgesetzt werden können.

- FFG investiert an der richtigen Schnittstelle im Forschungskonzert
- Förderinstrumente auf ein besseres Zusammenspiel eingestimmt
- Alle Unterlagen sind auch elektronisch unter
www.ffg.at/bilanz2011 verfügbar.

Effektivität und Effizienz erhöhen

"Geld ist mit Sicherheit immer das Thema der FFG. Auf der anderen
Seite geht es eindeutig darum, wie wir die Instrumente und Mittel,
die wir zur Verfügung haben, bestmöglich kanalisieren, bündeln,
einfach an die KundInnen bringen können und auch attraktiv für die
Forschung halten.", so Henrietta Egerth und Klaus Pseiner,
Geschäftsführer der FFG anlässlich der Bilanzpressekonferenz Ende
März in Wien.

Demnach stand das FFG-Jahr 2011 ganz im Sinne der Bündelung und
Weiterentwicklung des Angebots der Förderagentur. "Unsere KundInnen
sollen ihre Kraft nicht in die Anträge stecken, sondern in ihre
Forschungsleistung. Das ist unser Ziel. In Summe muss man sich
anschauen, wie man die Instrumente und die Gelder dorthin bekommt, wo
der Schuh am meisten drückt.", konkretisiert Henrietta Egerth. "Für
eine Forschungsförderungsgesellschaft ist es natürlich auch immer
entscheidend, dass man in einem Berichtszeitraum neue Impulse setzen
kann, neben der Wichtigkeit der Aufrechterhaltung des Portfolios, das
ja auch Kontinuität braucht.", führt Klaus Pseiner weiter aus.
Letztes Jahr konnte die FFG mit der Produktionstechnologie ein völlig
neues Arbeitsgebiet erschließen. "Das war in der Zeit nach der Krise
genau die richtige Antwort auf die Schwierigkeiten der Unternehmen.",
sehen die Geschäftsführer den Kurs der FFG bestätigt, gehe es ja auch
darum, "dass wir unsere Interventionen, unsere Investitionen nahe an
die Produktionsstandorte in Österreich heranbringen und damit
Arbeitsplätze hier vor Ort und in der Produktion sichern können.".

Neuer Schwerpunkt intelligente Produktion

Rund 50 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung werden von der
heimischen Sachgüterindustrie pro Jahr erwirtschaftet, etwa 640.000
Beschäftigte sind in diesem Segment tätig. Die Herstellung von
international konkurrenzfähigen Produkten ist besonders wichtig, um
nachhaltig Wachstum und Arbeitsplätze in Österreich zu sichern. Um
hier punkten zu können, ist es notwendig, die Produktion effizienter
zu gestalten. Gleichzeitig müssen Forschung und Industrie Antworten
auf globale Herausforderungen wie den Klimaschutz liefern.
Leistungsfähige, ressourceneffiziente und innovative Prozesse und
Produktionssysteme stehen daher im Mittelpunkt des 2011 eingeführten
Forschungsschwerpunkts "Intelligente Produktion", den die FFG im
Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und
Technologie über die FFG abwickelt. Rund 14 Millionen Euro wurden für
den Schwerpunkt "Intelligente Produktion" zur Verfügung gestellt, je
zur Hälfte im Rahmen der Basisprogramme und einer themenspezifischen
Ausschreibung. Allein in der themenspezifischen Ausschreibung wurden
im vergangenen Jahr 115 Projekte eingereicht. Für 2012 wird das
Budget nochmals deutlich aufgestockt werden.

Fokus auf KMU

Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) spielen nicht nur eine
zentrale Rolle in der österreichischen Wirtschaft, sie sind auch eine
wichtige Zielgruppe für die Förderungen der FFG. Im Jahr 2011 haben
1.509 KMU ein FFG-gefördertes Projekt durchgeführt oder an einem
teilgenommen. Insgesamt wurden 127 Millionen Euro an Gesamtförderung
an KMU zugesagt, das entspricht einem Barwert von 99 Millionen Euro.
Rund 300.000 KMU bilden das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft.

Anfang 2011 hat die FFG ihr Förderangebot für KMU mit dem so
genannten "KMU-Paket" die speziellen Angebote für Kleine und Mittlere
Unternehmen erweitert. Es umfasst seit 2011 neben dem
Innovationsscheck (5.000 Euro für die Leistung eines externen
Forschungspartners) drei weitere Säulen: Das Förderprogramm
"Projektstart", das die Vorbereitung von Forschungsprojekten
unterstützt, das Programm "Feasibility Studies"
(Machbarkeitsstudien), für das ab sofort höhere Obergrenzen gelten,
und die Förderung einer externen Managementunterstützung
("Forschungscoach") für Projekte. Ebenfalls 2011 wurde der
"Innovationsscheck Plus" durch das Bundesministerium für Wirtschaft,
Familie und Jugend gestartet, der eine höhere Fördersumme bei einem
20-prozentigen Selbstbehalt vorsieht (gesamt maximal 12.500,- Euro
inklusive Selbstbehalt). Damit können Unternehmen Leistungen von
Forschungseinrichtungen (außeruniversitäre Forschungseinrichtungen,
Fachhochschulen und Universitäten) zukaufen. Und mit dem ebenfalls
2011 gestarteten Programm "Projektstart EU" unterstützt die FFG die
Vorbereitung von Projektanträgen im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm
durch KMU.

Rückfluss aus dem 7. EU-Forschungsrahmenprogramm gesteigert

Kleinen und Mittleren Unternehmen kommt auch im 7.
EU-Forschungsrahmen-programm eine besondere Rolle zu. Das Ziel,
mindestens 15 Prozent der Fördergelder aus den thematischen Bereichen
(Programm "Zusammenarbeit") für die Beteiligung Kleiner und Mittlerer
Unternehmen zu verwenden, wurde im EU-Durchschnitt erreicht, von
Österreich mit rund 22 Prozent sogar deutlich übertroffen.

Trotz einer laut letztem PROVISO-Bericht (November 2011)
durchschnittlichen Bewilligungsquote von rund 17% konnte 2011 die
erfolgreiche österreichische Beteiligung im 7. RP weiter gefestigt
werden. Derzeit sind 2.095 österreichische Organisationen in 1.508
bewilligten Projekten beteiligt. Die Rückflussrate gemessen am
EU-Haushalt beträgt 128%.

Headquarter neu ausgerichtet

Der Auf- und Ausbau von Forschungs- und Entwicklungskompetenzen
und die Ansiedlung von Forschungszentralen in Österreich ist Ziel des
seit 2004 laufenden Programmes "Headquarter". Rund 150 Millionen Euro
wurden seither in Projekte investiert. Nach einer Evaluierung des
Programmes durch Technopolis wurde es im Jahr 2011 einem Redesign
unterzogen und als "Competence Headquarter" neu ausgerichtet. Die
Schwerpunkte liegen nunmehr einerseits in der Stärkung und dem Ausbau
bestehender Competence Headquarters durch die Vernetzung mit
österreichischen Forschungseinrichtungen, andererseits auf der
Ansiedlung neuer Competence Headquarters in Österreich. Gefördert
werden mehrjährige Projekte (maximal 3 Jahre) im Bereich der
experimentellen Entwicklung von KMU und Großunternehmen. Mittel- bzw.
langfristig soll mit dem Förderinstrument Competence Headquarters
eine Verankerung des Forschungsstandorts von international agierenden
Unternehmen (österreichische und internationale) in der heimischen
Wirtschaft erzielt werden. Strukturelle Vorteile sollen durch die
längerfristige Kooperation mit österreichischen
Forschungseinrichtungen erreicht werden.

Humanpotenzial: Talente und Forschungskompetenzen

Unternehmen können Spitzenleistungen in Forschung und Entwicklung
nur mit geeignetem, gut ausgebildetem Personal erzielen. Junge
Menschen für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern, den
Know-how-Transfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft zu
gewährleisten und Kompetenzen aufzubauen, ist daher eine zentrale
Herausforderung in der Forschung. Mit einer Reihe von Angeboten
unterstützt die FFG daher den Erwerb und die Nutzung des "Rohstoffes
Wissen".

Mit Anfang 2011 hat das Bundesministerium für Verkehr, Innovation
und Technologie seine Angebote unter dem Namen "Talente" gebündelt
und neu ausgerichtet. Das Talente-Programm umfasst die Bereiche
"Talente entdecken" (Förderung des Nachwuchses), "Talente nützen"
(Chancengleichheit in der Forschung) und "Talente finden"
(Arbeitsplätze für Forscherinnen und Forscher). Lust auf
Naturwissenschaft und Technik sollen seit 2008 die geförderten
Talente-Praktika für Schülerinnen und Schüler machen.

Mit dem neuen Programm "Forschungskompetenzen für die Wirtschaft"
des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend werden
Unternehmen (primär Kleine und Mittlere Unternehmen) im
systematischen Aufbau und in der Höherqualifizierung ihres
vorhandenen Forschungs- und Innovationspersonals unterstützt.

Darüber hinaus sollen unternehmensrelevante Forschungsschwerpunkte
an österreichischen Universitäten und Fachhochschulen verankert und
die Mobilität erhöht werden. Im Rahmen von Qualifizierungsseminaren
soll Unternehmen der Einstieg in neue Technologiefelder ermöglicht
werden, Qualifizierungsnetze wiederum bieten die Möglichkeit, durch
mittelfristige, maßgeschneiderte Kooperationen mit Universitäten oder
Fachhochschulen, die Innovationskompetenz auszubauen.

Pilotinitiative: vorkommerzielle Beschaffung

2011 wurde erstmals das Thema "vorkommerzielle Beschaffung" ins
Portfolio der FFG übernommen. Für Bereiche wie öffentliche
Infrastrukturprojekte sollen zusätzliche Optionen angeboten werden.

So prüft die FFG in der Pilotinitiative
"Verkehrsinfrastrukturforschung (VIF2011)" im Auftrag von BMVIT,
ASFINAG, ÖBB aktuell, wie gut sich das viel diskutierte Instrument
des sogenannten "pre-commercial procurement" als Innovationsmotor
eignet. Dabei agiert die öffentliche Hand nicht als Subventions-,
sondern als Auftraggeber und "bestellt" quasi vorkommerzielle
Innovationen, die der Lösung eines gesellschaftsrelevanten Problems
dienen.

Der Klang der Innovation

"Forschung, Entwicklung und Innovation zählen zu den wichtigsten
Einflussfaktoren für Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftswachstum und
damit auch für Arbeitsplätze und Wohlstand. Das gilt insbesondere für
Industrienationen wie die europäischen Länder. Sie können in
Konkurrenz zu Ländern mit niedrigem Lohnniveau nur mit einer
wissensbasierten Wirtschaft erfolgreich sein und dies auch künftig
bleiben. Zugleich tragen Forschung, Entwicklung und Innovation dazu
bei, die großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart zu
lösen.

Österreich ist auf einem guten Kurs und konnte in den letzten
Jahren im internationalen Konzert deutlich positionieren. Eine Reihe
von Unternehmen hat sich als Technologie- oder Marktführer
erfolgreich am Weltmarkt etabliert. Aus unserer Fördertätigkeit
wissen wir, dass viele österreichische Unternehmen - kleine, mittlere
und große - mit hoher Kreativität neue Dienstleistungen und Produkte
entwickeln und so ein wichtiger Treiber von Wachstum und
Beschäftigung vor allem im Hochtechnologiebereich sind. Mit
verschiedenen Instrumenten und Services zur Förderung von Forschung,
Entwicklung und Innovation ist und bleibt die FFG auch in Zukunft
dabei ein starker Partner.", so die FFG-Geschäftsführer Henrietta
Egerth und Klaus Pseiner abschließend.

Alle Unterlagen sind auch elektronisch unter www.ffg.at/bilanz2011
verfügbar.

Rückfragehinweis:

Österreichische 
   Forschungsförderungsgesellschaft mbH
   Sensengasse 1, 1090 Wien
   www.ffg.at
   
   Alexander Kosz
   mailto:[email protected]
   Tel.: +43 (0)5 7755-6012
   Tel.: +43 (0)664-8569010
   
   Linde Tuscher 
   mailto:[email protected] 
   Tel.: +43 (0)5 7755-6010 
   Tel.: +43 (0)664-8569028

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FFG

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