- 30.03.2012, 10:39:59
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Jakob Auer: Landwirtschaft braucht Engagement für faire Leistungsabgeltung!
Heutige Demonstration von NGOs und Grünen findet eindeutig im falschen Land statt
Wien (OTS) - Nachhaltige Produktion ist seit Jahrzehnten gelebte
Praxis auf unseren Höfen und wird von der heimischen Agrarpolitik
seit Jahrzehnten massiv unterstützt. Hierzulande haben wir ein nahezu
flächendeckendes Umweltprogramm und eines der effizientesten
Bergbauernprogramme in der EU. "Die Anliegen der Demonstranten in
Ehren, aber diese Demonstration findet im falschen Land statt", sagte
heute, Freitag, Bauernbundpräsident Abg. Jakob Auer zum
"agrarpolitischen Frühling" einiger NGOs und der Grünen.
Unterstützung gibt es von Jakob Auer für die Forderung nach
ausreichender Finanzierung der heimischen Landwirtschaft. "Hier ist
es gut und zielführend, wenn alle Österreicherinnen und Österreicher
an einem Strang ziehen", so der Bauernbundpräsident.
Die heimische Agrarpolitik und allen voran der Österreichische
Bauernbund setzt sich seit Jahrzehnten für eine bäuerliche,
nachhaltige, flächendeckende und wettbewerbsfähige Landwirtschaft in
Österreich ein. Die Zahlen des Grünen Berichts und der unabhängigen
Evaluierungen der heimischen Agrarpolitik sprechen hierbei eine
eindeutige Sprache:
- Bereits heute werden mehr als ein Drittel der Agrarzahlungen in
Umwelt, Tierschutz- und Bergbauernagenden investiert.
- Österreich ist europaweit Spitze im Biolandbau. Rund 28 Prozent
der Gesamtmittel gehen in den Biolandbau. "Dafür werden wir
international anerkannt und wir werden diesen Erfolgsweg auch
konsequent weitergehen", versichert Auer.
- Der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden ist im europäischen
Vergleich ausgesprochen niedrig. So liegt zum Beispiel die
N-Bilanz/ha mit 44kg weit unter dem OECD-Schnitt.
- Durch bodenschonende Maßnahmen werden pro Jahr 800.000t wertvoller
Humus vor Erosion geschützt; Der Humusgehalt der heimischen Böden ist
in den letzten 15 Jahren sogar gestiegen und liegt heute um 10 bis 20
Prozent höher als in den 90er Jahren.
- Landwirtschaft hat auch im Bereich Klimaschutz einen Beitrag
geleistet und hat die Emissionen seit dem Beginn der
Kyoto-Verpflichtung um 10,8 Prozent gesenkt. Damit ist die
Landwirtschaft als einziger Sektor der Wirtschaft auf dem
Kyoto-Zielpfad.
"Alle diese Leistungen der Landwirtschaft kosten Geld. Wenn unsere
Gesellschaft weiterhin eine naturnahe, ökologische Landwirtschaft
will, müssen wir alle dafür sorgen, dass die von den Landwirten
produzierten Ökosystemleistungen auch weiterhin honoriert werden",
erwartet Auer ein geschlossenes Engagement aller Verantwortungsträger
und Gruppierungen, um die Mittel aus der Gemeinsamen Agrarpolitik
(GAP) auch in Zukunft sicherzustellen. Jede Kürzung der
Agrarzahlungen schwächt die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und
verstärkt den Strukturwandel. "Das wäre dann ein reeller Grund, auf
die Straße zu gehen", weist Auer Anschuldigungen und Polemiken auf
die heimische Agrarpolitik auf das Schärfste zurück. "Polemik und vor
Szenarien zu warnen, die für unsere Land einfach nicht zutreffen,
bringen uns bei den anstehenden Herausforderungen nicht weiter. Nun
ist Sachlichkeit aber auch Einigkeit - vor allem auch gegenüber
Brüssel - gefragt."
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at
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