Sachversicherung bei ERGO Austria als neuer Wachstumsträger
Geschäftsergebnis 2011 durch deutlichen Rückgang bei Einmalerlägen beeinflusst
Wien (OTS) - Doppelt so hohes Wachstum in der Sachversicherung wie
der Markt und ein deutlicher Rückgang des Einmalerlaggeschäfts: Diese
Faktoren prägen die Ergebnisse 2011 der zur ERGO Austria gehörenden
Versicherungen in Österreich.
Mit den beiden Versicherungstöchtern Bank Austria Versicherung und
Victoria-Volksbanken Versicherung gehört die ERGO Austria
International AG in Österreich mit rund 5 % Marktanteil zur
fünftgrößten Versicherungsgruppe. Im Hauptsegment Lebensversicherung
ist ERGO Austria die Nummer vier mit einem doppelt so hohen
Marktanteil von rund 10 %.
Prämienplus in der Sachversicherung deutlich über dem Markt
Die Prämieneinnahmen in der Schaden-/Unfallversicherung konnten
2011 um 5,6 % auf EUR 45,9 Millionen Prämien gesteigert werden. Damit
liegt das Wachstum knapp doppelt so hoch über dem vom
Versicherungsverband vorläufig prognostizierten Marktwert von 2,9 %.
An Versicherungsleistungen wurden 2011 EUR 24 Millionen (- 5,5 % zum
Vorjahr) ausbezahlt. Der Bestand an Sachversicherungsverträgen
beträgt per Ende 2011 rund 300.000 Stück. Die Sachversicherung
entwickelte sich mit diesen Ergebnissen 2011 zum Wachstumstreiber.
"Als Bankversicherungsspezialist sind wir traditionell stark im
Lebensversicherungsbereich positioniert. Wir verfolgen das
strategische Ziel, unser Sachversicherungsgeschäft zu erweitern. Dazu
haben wir 2011 begonnen, ein neues Vertriebskonzept und intensivierte
Beratungsunterstützung im Non-Life Geschäft zu etablieren. Ebenso
haben wir ein leistungsstarkes Wohnungs-/Eigenheimprodukt entworfen.
Dieses wird vor allem von unseren alternativen Vertriebswegen wie
Agenten und Makler sehr gut angenommen. Die Zuwächse zeigen, dass wir
mit unseren Maßnahmen am richtigen Weg sind. Für 2012 erwarten wir
eine mindestens gleich hohe und weit über dem Markt liegende
Steigerung analog 2011", erklärt Elisabeth Stadler,
Vorstandsvorsitzende der ERGO Austria International AG.
Träger des Sachversicherungssegments ist primär die
Victoria-Volksbanken Versicherung, über die Sachversicherungen für
Unfall, Wohnung/Eigenheim, Auto und Gewerbe angeboten werden. Über
die Bank Austria Versicherung werden Unfallversicherungen verkauft.
Der Anteil des Schaden-/Unfallsegments an den gesamten
Prämieneinnahmen der Gruppe konnte leicht von 5 % auf 7 % gesteigert
werden.
Einbruch bei Einmalerlägen trübt Ergebnis in der Lebensversicherung
Erwartungsgemäß weniger zufriedenstellend verlief die
Geschäftsentwicklung in der Lebensversicherung. Während im
Kerngeschäft der Lebensversicherung gegen laufende Prämie das
Vorjahresniveau gehalten wurde, reduzierte sich das Volumen der
Einmalerlagsprämien gegenüber dem Vorjahr um 38 %. Insgesamt beträgt
das Prämienvolumen der verrechneten Prämien in der Lebensversicherung
EUR 680,5 Millionen (- 17 % gegenüber 2010). Darauf entfällt auf
Prämien aus dem laufenden Geschäft mit 67 % der größte Anteil, auf
das Einmalerlagsgeschäft entfallen 33 %.
Grund für den Prämienrückgang im Einmalerlagsgeschäft ist die
Änderung der gesetzlichen Mindestbindefrist für Einmalerläge von 10
auf 15 Jahre ab Jänner 2011. "Einmalerlagsversicherungen vorwiegend
mit Garantien sind gerade über den Bankschalter ein sehr beliebtes
Verkaufsprodukt. Die Verlängerung der Vertragslaufzeit um 50 % hat
bei den Kunden eine extreme Zurückhaltung ausgelöst, die uns als
Bankversicherer besonders getroffen hat. Da konnten wir trotz neuer
attraktiver Angebote mit deutlich höherer Rendite als bei 10jähriger
Laufzeit nicht punkten. Wir befinden uns mit dem Geschäftsrückgang
unter den Bankversicherern in guter Gesellschaft", erklärt Elisabeth
Stadler. Laut Branchenberechnungen beträgt das Minus 39,6 %.
Mit einem Prämienvolumen von EUR 223,4 Millionen im
Einmalerlagsbereich hat die ERGO Gruppe in Österreich einen
Marktanteil von knapp über 16 %. "Nachvollziehbar bleibt die Änderung
bei den Einmalerlägen für uns nach wie vor nicht. Den Versicherungen
wird immer vorgeworfen, für die Zielgruppe 50 Plus zu wenig Angebote
zu haben. Gerade für diese Zielgruppe ist der Einmalerlag aber eine
attraktive Möglichkeit der Vorsorge und sicheren Veranlagung gewesen
und gerne angenommen worden", kritisiert Elisabeth Stadler die
Auswirkungen der gesetzlichen Maßnahmen.
Für Elisabeth Stadler ist die Halbierung der staatlichen Förderung
bei der prämiengeförderten Zukunftsvorsorge eine weitere Maßnahme,
die sich kontraproduktiv auf die Thematik der Pensionsvorsorge
auswirkt. "Die Reduzierung der Förderung führt zu einem
Vertrauensverlust der Menschen in staatliche Versprechen. Außerdem
ist es ein falsches Signal gegenüber der Notwendigkeit privater
Pensionsvorsorge. Was uns jedoch besonders stört ist die Tatsache,
dass diesem Produkt nun seitens Interessensvertretungen pauschaliert
der sanfte Tod zugesprochen wird. Wir haben im vergangenen Jahr mit
diesem Produkt deutliche Zuwächse erzielt. Unsere angebotenen
Produkte sind von der viel zitierten Ausstoppproblematik nicht
betroffen. Das Zukunftsvorsorgeprodukt der Bank Austria Versicherung
beispielsweise wird in Form einer klassischen Lebensversicherung
angeboten."
Die beiden operativen Töchter hatten per Jahresende 2011 knapp
über 190.000 Stück Zukunftsvorsorgeverträge im Bestand. Das
entspricht in etwa einem Marktanteil von 13 %.
An Versicherungsleistungen in der Lebensversicherung wurden 2011
EUR 631 Millionen ausbezahlt (+ 11, 1 % zu 2010). Die
Lebensversicherung trägt mit 93 % nach wie vor den größten Anteil am
Gesamtprämienvolumen der ERGO Austria. Der Bestand an
Lebensversicherungsverträgen beträgt per Ende 2011 rund 1 Million
Stück.
Für 2012 wird im laufenden Geschäft trotz derzeit abwartender
Haltung der Kunden wegen der Verunsicherung bei der Zukunftsvorsorge
mit einem leichten Zuwachs gerechnet. Im Einmalerlagsbereich wird mit
einer weiter zurückhaltenden Abschlussbereitschaft gerechnet, wenn
auch nicht mehr in jenem hohen Ausmaß wie 2011.
Prämienvolumen Österreich gesamt EUR 726,3 Millionen
Insgesamt beträgt das Prämienvolumen der ERGO Austria in
Österreich EUR 726,3 Millionen (- 15,9 % zum Vergleichszeitraum des
Vorjahres). Die Kapitalanlagen betragen EUR 6,1 Milliarden und liegen
auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
(EGT) beträgt EUR 5,2 Millionen. Das EGT wurde durch hohe
Aufwendungen infolge der notwendigen Umsetzung einer großen
EDV-Umstellung und des Abschreibungsbedarfs an griechischen Anleihen
beeinflusst. In Österreich waren per Ende 2011 654 Mitarbeiter bei
den ERGO Austria Gesellschaften beschäftigt.
Österreich zweitgrößter Auslandsmarkt für ERGO Versicherungsgruppe
Die ERGO Austria ist mit eigenen Tochtergesellschaften derzeit in
der Slowakei, Ungarn, Tschechien, Kroatien, Slowenien, Rumänien und
San Marino vertreten. Die Auslandsgesellschaften erwirtschafteten
2011 ein Prämienvolumen von EUR 104,3 Millionen und tragen 12,6 % zum
Gesamtgeschäft der ERGO Austria Gruppe bei. In den
Auslandsgesellschaften sind insgesamt 188 Mitarbeiter beschäftigt.
Mit einem gesamten Prämienvolumen (Österreich und Auslandsanteil) von
EUR 830,6 Millionen trägt die ERGO Austria 19 % zum gesamten
internationalen Geschäft der ERGO Versicherungsgruppe bei. Damit ist
Österreich nach Polen der zweitgrößte Auslandsmarkt der in über 30
Ländern tätigen ERGO Versicherungsgruppe.
Über die ERGO Austria
Zur ERGO Austria International AG gehören in Österreich die
operativ tätigen Versicherungen BANK AUSTRIA Versicherung,
VICTORIA-VOLKSBANKEN Versicherung, VICTORIA-VOLKSBANKEN Pensions- und
Vorsorgekasse sowie die ERGO Insurance Service GmbH, in der
Back-Office Aktivitäten zusammengefasst sind. Die ERGO Austria ist
die fünftgrößte Versicherungsgruppe am österreichischen
Versicherungsmarkt und im Ausland derzeit in 7 Ländern mit eigenen
Tochtergesellschaften vertreten. Als primäre Vertriebspartner
fungieren sowohl in Österreich als auch im Ausland die Bank
Austria/UniCredit Group und die Volksbank Gruppe. Die ERGO Austria
International AG in Wien ist eine Tochtergesellschaft der ERGO
Versicherungsgruppe AG mit Sitz in Düsseldorf.
Infos unter www.ergo-austria.com
Disclaimer
Diese Presseinformation enthält in die Zukunft gerichtete
Aussagen, die auf derzeitigen Annahmen und Prognosen der
Unternehmensleitung der ERGO Austria International AG beruhen.
Bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren
können dazu führen, dass die tatsächliche Entwicklung, insbesondere
die Ergebnisse, die Finanzlage und die Geschäfte unserer Gesellschaft
wesentlich von den hier gemachten zukunftsgerichteten Aussagen
abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, diese
zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder sie an zukünftige
Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
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SPÖ-Termine von 2. April bis 8. April 2012
SPÖ Pressedienst | 30. März 2012, 10:19
ERGO Austria International AG
1110 Wien,
Modecenterstraße 17
Tel. +43 1 27444-3700
wolfgang.haas@ergo-austria.at
www.ergo-austria.com
















