• 30.03.2012, 10:15:31
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"Wir haben es satt!": Auftakt zum agrarpolitischen Frühling

Zivilgesellschaftliche Plattform fordert Mitsprache bei der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik

Wien (OTS) - "Die Agrarpolitik geht uns alle an - sie darf nicht
wie bisher im stillen Kämmerlein entschieden werden", so die
Forderung der Plattform "Wir haben es satt - eine neue Agrar- und
Ernährungspolitik jetzt". Der Zusammenschluss aus bäuerlichen
Verbänden, Umweltschutz- und Entwicklungsorganisationen sowie
sozialen Bewegungen eröffnet mit einer Demonstration am 30. März 2012
den agrarpolitischen Frühling. "Wir sind der Überzeugung, dass die
Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nicht nur die Angelegenheit
einiger weniger Verbände, Interessensvertretungen und Lobbyisten sein
darf. Die GAP-Reform geht alle BürgerInnen Europas an, und deshalb
muss die Zivilgesellschaft in die Diskussionen über die Zukunft der
GAP weit mehr als bisher eingebunden werden", sind sich die
InitiatorInnen einig.

"Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik stellt die Weichen für die
Zukunft unserer Landwirtschaft und unserer Ernährung. Angesichts der
derzeitigen Debatten ist es jedoch fraglich, ob das Ergebnis des
Reformprozesses den Zugang zu gesundem und qualitativ hochwertigem
Essen, das ohne Ausbeutung von Menschen, Tieren und Umwelt produziert
wird, für alle Menschen in Europa gewährleisten kann. Die
österreichische Agrar-Lobby und das Landwirtschaftsministerium stehen
mit ihrer Blockadehaltung einer sozial ausgewogenen und ökologischen
Agrar- und Ernährungspolitik im Wege", so die Plattform.

Landwirtschaftsminister Berlakovich wird von der Plattform "Wir haben
es satt!" aufgefordert, sich der Diskussion mit der Zivilgesellschaft
zu stellen. Die VertreterInnen der Initiative haben bei der
Demonstration eine lange Liste an Forderungen im Gepäck, um sie dem
Minister zu überreichen. Diese reichen vom Stopp der Subventionen für
die industrielle Tierproduktion, über Maßnahmen gegen die enorme
Bodenversiegelung durch den Autobahnbau, bis hin zur Förderung einer
vielfältigen, ökologischen und gentechnikfreien Landwirtschaft. Auch
die AgrarsprecherInnen der Parlamentsparteien wurden eingeladen, die
Forderungen der Plattform im Rahmen der Abschlusskundgebung am
Ballhausplatz entgegen zu nehmen.

"Wir haben gemeinsame Ziele formuliert, für die wir mit all unserer
Kraft in den nächsten Monaten kämpfen werden - sowohl in Österreich
als auch auf europäischer Ebene", heißt es seitens der Plattform "Wir
haben es satt!". Nach der Kundgebung beim Landwirtschaftsministerium
(ab 10 Uhr) wird die Demonstration über den Heldenplatz weiter zum
Ballhausplatz ziehen, wo die Forderungen den AgrarsprecherInnen aller
Parteien übergeben werden sollen.

Initiiert wurde die Plattform "Wir haben es satt!" von den
Organisationen Grüne Bäuerinnen und Bauern, ÖBV - Via Campesina, UBV,
IG Milch, Attac, GLOBAL2000, Greenpeace und FIAN. Die

Forderungen sowie eine Liste der UnterstützerInnen finden Sie unter:
www.wirhabenessattaustria.wordpress.com
www.facebook.com/WirHabenEsSattAustria

Fotos von der Demo (ab 14 Uhr) unter:
http://www.flickr.com/photos/78247635@N03/ und auf Anfrage an
[email protected]

Rückfragehinweis:

Dagmar Urban 
   Gentechnik-Sprecherin Greenpeace, 
   Tel.: +43 (0)664 6126721
   
   Dipl. Pol. Jens Karg
   Referent für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Tierschutz, Grüner Klub im Parlament, 
   Tel.: +43 (0)699 15074652

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