- 30.03.2012, 09:35:12
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Staatliche Prämienkürzung kostet Bausparer bis zu 109 Euro - Nachfrage nach wochenlanger Debatte eingebrochen
Markterhebung von durchblicker.at: Mittlere Verzinsung sinkt auf 2,25 % p.a. - Verbraucherportal erwartet Nachbesserung durch Bausparkassen
Wien (OTS) - Die Kürzung der staatlichen Prämie wird die
österreichischen Bausparer mehr als 100 Euro kosten. Nach den
wochenlangen Debatten ist die Nachfrage nach Bausparverträgen im
Februar und März massiv eingebrochen. Das Verbraucherportal
durchblicker.at rechnet aber damit, dass die Bausparkassen ihr
Anspargeschäft in den kommenden Wochen mit Werbeaktionen wieder
ankurbeln werden.
Der Nationalrat hat am Mittwoch die angekündigte Halbierung der
Prämien von 3 auf 1,5 Prozent per 1. April 2012 ohne weitere
Änderungen beschlossen. Wer jetzt einen Bausparvertrag abschließt und
den maximalen Beitrag von 1.200 Euro pro Jahr einzahlt, erhält am
Ende der Laufzeit zwischen 100 und 109 Euro weniger Ertrag, ergab ein
aktueller Marktvergleich der Angebote aller Bausparkassen von
durchblicker.at am Freitag.
Damit fällt der Ertrag bei Bausparverträgen nun um rund 15 Prozent
geringer aus. Das aktuell attraktivste Angebot mit variablem Zinssatz
erreicht nach der Prämienkürzung eine mittlere Verzinsung von rund
2,25 % nach KESt. pro Jahr. Bei Fixverzinsung sind es rund 2,00 %
nach KESt. pro Jahr.
"Noch stärker als die Prämienkürzung selbst hat aber die breite
öffentliche Debatte zur Verunsicherung der Konsumenten beigetragen",
erklärt Reinhold Baudisch von durchblicker.at. Der kostenlose
Online-Rechner des Verbraucherportals unter
https://durchblicker.at/bausparen vergleicht die Angebote aller
Anbieter am Markt. Gegenüber Dezember 2011 sind die Abfragen der
Konsumenten auf durchblicker.at im März 2012 um 75 Prozent
zurückgegangen. "Das lässt uns darauf schließen, dass die Nachfrage
nach Bausparverträgen am Markt insgesamt massiv zurückgegangen sein
muss", so Baudisch.
Laut dem Experten könnte sich dies negativ auf die Verfügbarkeit
von Darlehen für die private Baufinanzierung auswirken. In den
vergangenen Jahren sind die Bauspareinlagen stets über den Darlehen
gelegen: 2011 erhöhten sich die Bauspareinlagen von 18,7 auf 19,6
Mrd. Euro und die Geldausleihungen von 17,6 auf 18,7 Mrd. Euro. Kehrt
sich dieser Trend um, fehlt den Bausparkassen das Kapital um neue
Darlehen auszugeben. Dadurch könnte es für Konsumenten in Zukunft
schwieriger werden, ein Bauspardarlehen zu erhalten.
Das Vorliegen eines voll besparten Bausparvertrages könnte für die
Darlehensvergabe wieder eine wichtige Voraussetzung werden. "Die
Nachfrage nach Bauspardarlehen ist seit dem Wegfall der
Fremdwährungskredite stark gestiegen. Durch den Einbruch bei den
Einlagen können die Bausparkassen womöglich nicht mehr die gesamte
Nachfrage nach Krediten bedienen und werden sich überlegen müssen,
wem Sie ein Darlehen zuteilen und wem nicht", sagt Baudisch.
Allerdings rechnet man bei durchblicker.at damit, dass die
Bausparkassen in den kommenden Wochen ihre Angebote für Sparer
nachbessern werden. "Die Anbieter werden versuchen, das
Anspargeschäft mit Werbeaktionen wieder anzukurbeln. Erste Signale
dazu gibt es am Markt bereits", so Baudisch.
Durch die Wahl des besten Anbieters und den Abschluss eines
Bausparvertrags im Internet mit Online Bonus können Konsumenten
bereits jetzt bis zu 100 Euro mehr beim Bausparen herausholen und
damit den Großteil des Effekts der staatlichen Prämienkürzung
ausgleichen.
Aktuelle Angebote der Bausparkassen im Überblick:
Die aktuellen Angebote bei einem voll einbezahlten Bausparer mit
einer Sparleistung von 1.200 Euro pro Jahr vor und nach der
staatlichen Prämienkürzung im Vergleich (Auszahlungskapital nach
sechs Jahren in Euro, variable Produkte mit Mitte der Zinsbandbreite
berechnet):
Verzinsung Anbieter vorher nachher Differenz ------------------------------------------------------------ variabel ABV 7.905 7.796 109 variabel Raiffeisen 7.889 7.781 108 variabel Wüstenrot 7.887 7.779 108 variabel sBau 7.883 7.783 100 fix ABV 7.821 7.713 108 fix sBau 7.776 7.673 103 fix Wüstenrot 7.776 7.668 108
Über durchblicker.at
durchblicker.at erstellt seit 2010 aktuelle Tarif-Vergleiche für
KonsumentInnen in Österreich. Das Unternehmen ist Partner der AK
Oberösterreich und beschäftigt 15 MitarbeiterInnen. Als erstes
unabhängiges Internet-Portal für den Vergleich von Fixkosten
beobachtet durchblicker.at laufend sämtliche Entwicklungen am Markt
und sorgt mit regelmäßigen Studien für Transparenz bei den Preisen.
Konsumentinnen und Konsumenten können über das Internet für ihre
individuellen Anforderungen den tagesaktuell günstigsten Anbieter
ermitteln. Bei Bedarf übernimmt durchblicker.at auch die Formalitäten
des Anbieterwechsels. Damit schafft das Verbraucherportal mehr
Wettbewerb und bringt mit den neuen Möglichkeiten des Internets den
österreichischen Markt in Schwung.
durchblicker.at umfasst derzeit Marktvergleiche für
Versicherungen, Bausparen sowie Strom und Gas. Eine Ausdehnung des
Vergleichsrechners auf weitere Fixkosten des täglichen Lebens ist in
Arbeit. Weitere Informationen unter https://durchblicker.at.
Rückfragehinweis:
Mag. Reinhold Baudisch, MBA
Geschäftsführer durchblicker.at
Tel. 01-23060-3580
Mobil: 0699-17180604
Email: [email protected]
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