• 29.03.2012, 11:52:34
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Amon: Neue Mittelschule kommt - Gymnasien bleiben erhalten

Individuelle Förderung und bestmögliche Ausbildung unserer Kinder gesichert

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Es ist ein großer Tag für die österreichische
Bildungspolitik. Die Neue Mittelschule kommt - das Gymnasium bleibt.
Individuelle Förderung, bestmögliche Ausbildung und Betreuung sind
damit für unsere Kinder gesichert, bekräftigte heute, Donnerstag,
ÖVP-Bildungssprecher Abg. Werner Amon anlässlich des Beschlusses zur
Einführung der Neuen Mittelschule im Nationalrat. Insgesamt sind
davon 220.000 Schülerinnen und Schüler, 30.000 Lehrerinnen und Lehrer
und über 1.100 Schulstandorte betroffen. In etwa 200 Gesetzesmaterien
sind Änderungen erforderlich.

Die Kritik seines Vorredners, des Grünen Abgeordneten Harald Walser,
wies Amon vehement zurück: Es sei immer mehr die grüne Philosophie,
sich in absoluten Haltungen einzubetonieren und jegliche
Beweglichkeit zu verlieren. ÖVP und SPÖ hätten in dieser Frage eine
Bildungsreformpartnerschaft begründet, bei der es darum ging, eine
Lösung im Interesse der Kinder und Jugendlichen zu finden, so der
ÖVP-Abgeordnete, der auch der Bildungsministerin mit dem gesamten
Team für die konstruktiven Verhandlungen dankte.

Amon betonte, dass die österreichischen Hauptschulen zum
überwiegenden Teil "sehr gute Schulen" seien. Probleme in
Ballungsräumen hätten aber eine Weiterentwicklung notwendig gemacht,
und diese lege man heute mit der Neuen Mittelschule vor. Man habe
aber nicht nur ein Türschild ausgewechselt - "das hätten wir billiger
haben können, dazu hätten wir nicht tausende zusätzliche Lehrerinnen
und Lehrer gebraucht und das Budget massiv erhöhen müssen", so Amon
zu den Grünen. "Das Gegenteil ist der Fall. Wir setzen ein neues
Bildungsmodell auf - eine Schule, die künftig am Standort entscheiden
wird, welche Diffferenzierungsmaßnahmen gesetzt werden." Als Formen
der Differenzierung stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung: die
Individualisierung des Unterrichts, ein differenzierter Unterricht in
der Klasse, Begabungs- einschließlich Begabtenförderung, Maßnahmen
der inklusiven Pädagogik und Diversität, temporäre Bildung von
Schülergruppen, Bildung von Förder- bzw. Leistungskursen sowie das
Unterrichten im Lehrerteam (Teamteaching).

"All diese Maßnahmen werden künftig eingesetzt werden können, um den
Schülerinnen und Schülern individuell die beste Förderung nach
Begabungen und Neigungen angedeihen zu lassen - mit dem Ziel, keinen
zurückzulassen. Jedem Schüler, jeder Schülerin ist zu jedem Zeitpunkt
eine umfassende Allgemeinbildung zu ermöglichen", verwies der
Bildungssprecher auf den eingesetzten AHS-Lehrplan. Aus dem Lehrplan
der Hauptschule wurde das Fach Ernährung und Haushalt übernommen.

Die Neue Mittelschule sei aber "sicherlich nicht der Endpunkt, denn
Bildungspolitik muss sich weiter entwickeln. Schule muss auf neue
Gegebenheiten reagieren", verwies Amon abschließend auf Gespräche
über die Modernisierung der neunten Schulstufe, die wichtig für die
Durchlässigkeit sei.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

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