- 29.03.2012, 09:20:03
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SP-Gemeinderat Al-Rawi bringt muslimischen Jugendlichen Wiener Kulturleben näher
Initiative "Go 4 Culture" brachte in 6 Monaten über 250 Lehrlinge und Jugendliche in die Wiener Theater
Wien (OTS/SPW-K) - Eine Gruppe von rund 25 jungen Muslimen
besuchte gestern, Mittwoch, gemeinsam mit SP-Gemeinderat Omar Al-Rawi
die Vorstellung von "Die Reise" im Volkstheater. Organisiert wurde
der Theaterabend im Rahmen von "Go 4 Culture" in Kooperation mit dem
Jugendrat der Islamischen Glaubensgemeinschaft und der Jugend der
Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen. SP-Gemeinderat Al-Rawi
unterstrich die Notwendigkeit der Partizipation der Jugend,
insbesondere der zweiten Generation, am Kulturleben in der Stadt.
Kultur bringe nicht nur Lebensfreude, sondern sei ein wichtiger
Faktor, um gesellschaftliche Transformationsprozesse sichtbar zu
machen und zu reflektieren. Das Kulturvermittlungsprogramm "Go 4
Culture" der Stadt Wien brachte in den letzten 6 Monaten über 250
Lehrlinge und Jugendliche in die Wiener Theater.
"Gerade persönliche Geschichten von Migration, von Flucht unter
Lebensgefahr, verbunden mit der Trennung von geliebten Menschen,
rückten menschliche Schicksale ins Blickfeld, wo sonst trockene
Statistiken und theoretische Erörterungen stehen", so Al-Rawi. Dieser
neben der Sachinformation emotionale Zugang sei umso notwendiger, da
Parteien des rechten Spektrums mit einer anderen und höchst negativen
Art der Emotionalisierung arbeiteten. "Die Reise" sei so auch ein
Aufbruch, die Themen Asyl und Migration differenziert betrachten zu
können und den Angstszenarien, Hetze und Polarisierung rechter
Populisten zu entziehen. Omar Al-Rawi würde sich daher wünschen, dass
möglichst viele Wienerinnen und Wiener dieses Stück ansähen.
Jugendliche begeistert
Büschra Demir von der Jugend der Initiative muslimische
ÖsterreicherInnen zeigte sich sehr beeindruckt davon, wie Menschen
verschiedener Herkunft und unterschiedlichen Alters die Geschichte
ihre Reise erzählten. Muhammad Sanac vom Jugendrat der IGGiÖ betonte,
dass es dem Volkstheater in der Vorstellung gelungen sei, gewohnte
Perspektiven und Sichtweisen auf das Thema Migration zu hinterfragen.
Dies setze dringend notwendige neue Denkanstöße für die laufende
politische Debatte. Die junge Marwa Ben Amor, wies angesichts ihrer
tunesischen Wurzeln darauf hin, dass Perspektiven für die Jugend,
Arbeitsplätze, Umverteilung und soziale Gerechtigkeit in der Heimat
ihrer Eltern noch zu schaffen seien. Hier müsse Europa auch im Rahmen
der Entwicklungshilfe in Tunesien einen Beitrag leisten.
Der Sozialreferent des Jugendrats der IGGiÖ Fahad Al Rawi freute
sich insbesondere, wie der Verein Flüchtlingsprojekt Ute Bock durch
diese Produktion finanziell unterstützt werde: "Ute Bock leistete
Pionierarbeit für Asylsuchende, und sie verdient jede Unterstützung,
Anerkennung und Respekt." Der Bildungsreferent des Jugendrates
Ramazan Demir lobte die Stadt Wien für solche Kulturinitiativen und
bedankte sich bei Gemeinderat Al-Rawi im Namen der Jugendlichen für
den unvergesslichen Abend. Alle Jugendlichen waren sich einig, dass
solche Projekte von immenser Bedeutung sind.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
SPÖ-Klub Rathaus, Presse
Mag. Martin Schipany
Tel.: (01) 4000-81 923
mailto:[email protected]
www.rathausklub.spoe.at
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