- 28.03.2012, 15:04:55
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ORF III live aus dem Parlament und "Inside Brüssel"
Am 29. März im neuen Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF
Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information überträgt am
Donnerstag, dem 29. März 2012, live die Plenarsitzung aus dem
Parlament und stellt in der Diskussionsrunde "Inside Brüssel" Fragen
nach Terrorismus in Europa und nach dem Einfluss von Lobbys in der
EU. "Im Brennpunkt" berichtet von der dramatischen Ausdehnung der
Wüsten und den Folgen für die Menschen. Das "Weltjournal" zeigt
anhand einer Verbrecherjagd per Internet die neuen Möglichkeiten
politischer Aufklärung. Sexuelle Gewalt als kriegerische Strategie
ist Gesprächsthema "Im Zeitraum" mit Johannes Kaup, der mit einer
engagierten Ärztin über Hilfsmaßnahmen spricht.
Politik live - Übertragung aus dem Parlament (9.00 Uhr)
Der zweite Plenartag der aktuellen Nationalratssitzung beginnt mit
einer Fragestunde an Gesundheitsminister Alois Stöger und widmet sich
dann der umstrittenen Reform der Strafprozessnovelle. Weiters auf der
Tagesordnung: die Neue Mittelschule und die Abschaffung des
Hauptschullehrplans. Drei Rechnungshofberichte und die
Immunitätsfälle Werner Amon (ÖVP) und Kurt Gartlehner (SPÖ) bilden
den Abschluss des zweiten Plenartages.
ORF III Kultur und in Information überträgt die Plenarsitzung des
Nationalrats live und in voller Länge, es kommentiert
ORF-III-Chefredakteur Christoph Takacs. ORF 2 überträgt ebenfalls ab
9.05 Uhr live. Die ORF-Übertragung wird auf der ORF-TVthek
(http://TVthek.ORF.at) als Live-Stream und nach der TV-Ausstrahlung
sieben Tage als Video-on-Demand angeboten.
Inside Brüssel (20.15 Uhr)
Welche Konsequenzen sind aus den Mordanschlägen eines islamistischen
Terroristen in Frankreich zu ziehen? Hat Europa wenige Jahre nach den
Anschlägen in Madrid und London die Gefahr von sogenannten "einsamen
Wölfen", die von Al Kaida inspiriert werden, unterschätzt? Könnte die
Speicherung von Fluggastdaten nach amerikanischem Vorbild eine
wirksame Gegenmaßnahme sein? Und: welchen Einfluss haben Lobbys in
der EU? Letztes Beispiel: Der massive Druck der Luftfahrtindustrie
gegen eine Klimaschutzabgabe, die eigentlich längst beschlossen ist.
Gäste beim ORF-Korrespondenten Raimund Löw im Studio des Europäischen
Parlaments: die Kovorsitzende der Europäischen Grünen, Rebecca Harms,
Philippe Ricard (Le Monde), Ian Traynor (The Guardian) und Janis
Emmanouilidis (European Policy Center).
Im Brennpunkt: "Zurück zu den Wurzeln" (21.05 Uhr)
Die Wüsten breiten sich aus, denn die Menschen verbrauchen zu viel
Wasser. Wegen verbesserter medizinischer Versorgung nimmt die
Bevölkerungszahl ständig zu, und der Verbrauch steigt sprunghaft an.
Saftiges Weideland für die Tiere wird zu knapp. Schon im Jahr 2006
hatte die UNO auf die Ausdehnung der Wüsten aufmerksam gemacht, aber
es hat sich wenig geändert. ORF III begleitet den UNO-Angestellten
Ali Sbai, einen geborenen Nomaden, auf der Suche nach den Wurzeln
seiner Herkunft in die Sahara. Anschließend zeigt ein Blick nach
China den Vormarsch der Wüste Gobi und die Versuche der Regierung,
Land von der Wüste zurückzugewinnen.
Weltjournal: "Afrika: Mörderjagd per Mausklick" (21.55 Uhr)
Besonders unter Jugendlichen fand zuletzt über deren
Facebook-Pinnwände ein erschütterndes Video rasche Verbreitung: Eine
US-amerikanische Organisation will den ugandischen Kriegsverbrecher
Joseph Kony so berühmt machen wie George Clooney, damit ihn jeder
kennt und jagen kann. Mit der Aktion "Kony 2012" hat die Hatz
zunächst im Internet begonnen. Innerhalb weniger Tage haben 100
Millionen Nutzer den Film Kony 2012 gesehen und sich Kony-T-Shirts
und Armbänder bestellt: die erfolgreichste Social-Media-Fahndung
aller Zeiten! Joseph Kony selbst ist auf Tauchstation und hält sich
in den Wäldern Afrikas versteckt. Kony, der Befehlshaber der Lord's
Resistance Army (LRA) hat über Jahrzehnte hinweg Kinder entführt und
sie zu Kämpfern ausbilden lassen. "Weltjournal" zeigt, wer hinter der
Aktion steckt und welche Interessen dahinter stehen.
Im Zeitraum: "Sexuelle Gewalt gegen Frauen" (22.30 Uhr)
Zu Gast bei Johannes Kaup ist Dr. Monika Hauser, Ärztin und Gründerin
der Organisation "medica mondiale", die sich weltweit für Frauen und
Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten einsetzt. Sexuelle Gewalt ist
eine Kriegswaffe. Nachdem die Kölner Frauenärztin Anfang der 90er
Jahre von den massiven Menschenrechtsverletzungen, die Frauen zu
erleiden hatten, erfuhr, wollte sie ein Zeichen setzen. Wütend auf
die träge internationale Hilfsmaschinerie, die sich dieses Problems
offensichtlich nicht annahm, legte sie ein Konzept für ein Projekt
zur gynäkologischen und psychologischen Betreuung extrem
traumatisierter Frauen vor. Ohne organisatorischen und finanziellen
Rückhalt mietete sie ein Gebäude und stellte Personal ein. Dass ihr
Engagement ihr eigenes Leben und jenes Tausender Frauen derart
verändern würde, war der Ärztin damals noch nicht bewusst.
Rückfragehinweis:
ORF-Pressestelle
Michael Krause
Tel.: (01) 87878 - DW 14702
http://presse.ORF.at
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