- 28.03.2012, 13:59:37
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Mikl-Leitner: Errichtung des europäischen Cybercrime-Zentrums bei Europol ist richtige Entscheidung
Wien (OTS) - EU-Kommissarin Cecilia Malmström legte am 28. März
2012 die neue Mitteilung zur "Errichtung eines europäischen
Cybercrime-Zentrums" vor. Für Österreich besonders erfreulich: Die
beiden österreichischen Hauptforderungen werden dabei umgesetzt. Bis
2013 soll das europäische Cybercrime-Zentrum errichtet werden, und es
wird - wie von Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner gefordert -
bei Europol angesiedelt.
"Das Internet bietet uns heute viele Möglichkeiten. Zugleich
entstehen dadurch ernstzunehmende Bedrohungen, gegen die wir uns
bestmöglich wappnen müssen", sagte Innenministerin Mag. Johanna
Mikl-Leitner. "Der Startschuss für die Errichtung eines europäischen
Cybercrime-Zentrums ist ein wichtiger Schritt in die richtige
Richtung. Es freut mich, dass dabei alle österreichischen
Hauptforderungen umgesetzt werden."
Österreich hatte von Beginn an die Idee zur Errichtung eines
europäischen Zentrums zur Bekämpfung der Cyberkriminalität
unterstützt. Ziel des Zentrums wird es sein, ab 2013 als
"Drehscheibe" zur Koordination aller europäischen Maßnahmen im Kampf
gegen Cyberkriminalität zu fungieren. Dabei soll es etwa als
"europäischer Kontaktpunkt" zur Informationssammlung dienen,
europäisches Know-how zusammenführen, und die EU-Mitgliedstaaten bei
Ermittlungen im Kampf gegen Cyberkriminalität unterstützen.
Ein besonderer Schwerpunkt des europäischen Cybercrime-Zentrums soll
auf die Bekämpfung von Internetkriminalität durch Gruppen der
organisierten Kriminalität (etwa Online-Betrug), sowie gegen
Cyberattacken auf kritische Infrastruktur gelegt werden. Ein weiterer
Fokus ist Cyberkriminalität, die den Opfern großes Leid zufügt (etwa
sexuelle Ausbeutung von Kindern durch das Internet).
"Die Ansiedelung des europäischen Cybercrime Zentrums bei Europol ist
die einzig richtige Lösung. Europol ist bereits jetzt - wie auch in
ihren Aufgabenbereichen verankert - eine treibende Kraft gegen die
Internetkriminalität. Dadurch werden die bestehenden Strukturen
bestmöglich genutzt und Synergien forciert", erklärte die
Innenministerin. "Wir haben das mehrmals betont und mit unserem
Vorschlag bei Kommissarin Malmström offensichtlich Gehör gefunden."
In den nächsten Monaten wird somit auf EU-Ebene eine ähnliche
Drehscheibe zur Bekämpfung der Cyberkriminalität aufgebaut, wie sie
Österreich mit dem "Cybercrime-Competence-Center" (C4) als zentrale
nationale Koordinierungs- und Meldestelle bereits eingerichtet hat.
Das Zentrum setzt sich aus technisch und fachlich hochspezialisierten
Expertinnen und Experten aus drei Organisationseinheiten des
Bundesministerium für Inneres zusammen: Dem Bundeskriminalamt (.BK),
dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT)
und dem Bundesamt zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung
(BAK).
"Das österreichische Cybercrime-Zentrum und das Pendant auf
europäischer Ebene werden in Zukunft Tag und Nacht zusammenarbeiten.
Das wird die Sicherheit des Internets nachhaltig stärken", sagte die
Innenministerin.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Inneres Hermann Muhr Pressesprecher der Bundesministerin Tel.: +43-(0)1-53126-2017 mailto:[email protected] www.bmi.gv.at Bundesministerium für Inneres Kompetenzcenter Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit - Pressestelle +43-(0)1-53 126-2488 [email protected] www.bmi.gv.at
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