- 28.03.2012, 11:14:44
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Erfolgreiche österreichisch-serbische Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Drogenkriminalität
Erfolgreicher Schlag gegen Drahtzieher des internationalen Drogenhandels
Wien (OTS) - "Mit vereinten Kräften haben wir der
Drogenkriminalität den Kampf angesagt. Dabei setzen wir gezielt bei
jenen an, die aus den international operierenden Drogenkartellen
Profit ziehen", sagte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner in einer
gemeinsamen Pressekonferenz mit ihrem serbischen Amtskollegen Ivica
Dacic am 28. März 2012 in Wien. "Wie kaum eine andere
Kriminalitätsform ist die Suchtmittelkriminalität ein
staatenübergreifendes Phänomen, das von weltweit agierenden
Täterorganisationen geprägt ist. Bei einer großangelegten Operation
ist uns ein wichtiger Schlag gegen die organisierte
Suchtgiftkriminalität gelungen."
Österreich hat vor Jahren die Federführung beim EU-Projekt "Drug
Policing Balkan" übernommen. An dem Projekt beteiligen sich Ermittler
und Experten der 27 EU-Mitgliedstaaten sowie von drei
Kandidatenländern, der Westbalkanstaaten, Schweiz, Ukraine, USA, von
Europol, Eurojust, Interpol, EMCDDA, UNODC und der Europäischen
Kommission. Mit der Einbindung der Balkanländer soll der Drogenhandel
entlang der Balkanroute bekämpft werden. "Insgesamt sind im Rahmen
dieses Projekts in Österreich seit 2009 bisher elf internationale
Haftbefehle ausgestellt, 145 Personen festgenommen und 60 Personen zu
insgesamt 350 Jahre Haft verurteilt worden. Weiters sind 26
Raubüberfälle und sechs Firmeneinbrüche geklärt worden. Darüber
hinaus sind insgesamt 105 kg Kokain, 351 kg Heroin, 52 kg Cannabis,
zwei kg Amphetamin und über 452.000 Euro beschlagnahmt worden",
erläuterte der Direktor des Bundeskriminalamts, General Franz Lang.
"Grenzübergreifende Herausforderungen erfordern grenzüberschreitende
Handlungen. Serbien ist bereits seit elf Jahren ein wichtiger Partner
in der Bekämpfung der Drogenkriminalität", sagte Innenministerin
Mikl-Leitner. "Nur eine vertrauensvolle länderübergreifende
Kooperation rascher Informationsaustausch und schnelle
Ermittlungsschritte führen zu Erfolgen."
In einer großangelegten Operation des Büros im Bundeskriminalamt für
die Bekämpfung der Suchtmittelkriminalität gemeinsam mit dem
österreichischen Verbindungsbeamten in Belgrad, den
Landeskriminalämtern Wien und Niederösterreich, der Einsatzgruppe zur
Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) sowie slowenischen und
kroatischen Behörden und der Abteilung im serbischen Innenministerium
zur Bekämpfung organisierter Kriminalität (SBPOK), konnten vier
Verdächtige verhaftet werden. In einer "Bunkerwohnung" in Wien wurden
22 kg Marihuana und Bargeld in der Höhe von 13.000 Euro
sichergestellt.
Bereits im Jänner 2012 wurde festgestellt, dass einige Täter mit Lkws
in unregelmäßigen Abständen illegale Drogen von den Niederlanden über
Österreich nach Italien und Slowenien transportierten. Die Ermittler
brachten in Erfahrung, dass die kriminelle Organisation einen
weiteren Drogentransport plante. Mitte Jänner 2012 wurde ein Lkw
angehalten. Die Polizisten stellten mehr als 19 kg Marihuana, 2 kg
Amphetamin und über 6.000 Ecstasy-Tabletten sicher. Der slowenische
Lkw-Lenker wurde verhaftet.
Zwei Tage später wurde aufgrund von Informationen der serbischen
Behörden ein weiterer slowenischer Lkw angehalten, in dem sich über
33 kg Marihuana befanden. Ein serbischer und ein bosnischer
Staatsbürger wurden verhaftet.
"Diese Erfolge belegen eindrucksvoll die Wichtigkeit der
internationalen Zusammenarbeit", sagte Mikl-Leitner. "Nur durch diese
internationale Kooperation war es möglich, der organisierten
Kriminalität einen schweren Schlag zu versetzen. Damit haben wir
einen weiteren Beitrag zur Stärkung der Sicherheit in Österreich
geleistet."
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Inneres Mag. Andreas Wallner, Pressesprecher der Bundesministerin Tel.: +43-(0)1-53126-2027 mailto:[email protected] Bundesministerium für Inneres Kompetenzcenter Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit - Pressestelle +43-(0)1-53 126-2488 [email protected] www.bmi.gv.at
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