• 27.03.2012, 14:13:16
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Waldner: "Toleranz und gelebte Vielfalt beginnen zu Hause"

Staatssekretär empfängt OSZE-Toleranzbeauftragte zu Arbeitsgespräch

Wien (OTS) - "Die lebendige Koexistenz und der Austausch zwischen
den Kirchen und Religionsgemeinschaften in Österreich ist ein
historisch gewachsener Bestandteil unserer Kultur. Dieses Klima der
Toleranz und die kulturelle Vielfalt der hier lebenden Menschen
bilden eine solide Basis gegen Tendenzen des Rassismus,
Antisemitismus und andere Formen der Diskriminierung", erklärte
Staatssekretär Wolfgang Waldner anlässlich seines Treffens mit den
Beauftragten für Toleranzfragen der Organisation für Sicherheit und
Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Der derzeitige irische Vorsitz der
OSZE hat drei persönliche Vertreter für Fragen der Toleranz und der
Nichtdiskriminierung ernannt, die sich mit Antisemitismus (Rabbi
Andrew Baker, USA), mit Diskriminierung von Christen und Angehörigen
anderer Religionen (Richterin Catherine McGuinness, Irland) sowie mit
Intoleranz gegenüber Muslimen (Senator Adil Akhmetov, Kasachstan)
befassen. Ziel des Besuchs der "drei Weisen" ist die Erarbeitung
eines Berichts über die Lage der Toleranz bzw. der religiösen Gruppen
in Österreich.

"Die Förderung von Vielfalt und der universelle Schutz von
Menschenrechten und Grundfreiheiten, einschließlich der
Religionsfreiheit, sind das Fundament unseres Engagements für den
Dialog der Kulturen und Religionen", betonte Waldner. Der
Staatssekretär verwies auch auf das heurige 100-Jahr-Jubiläum der
Anerkennung des Islam als Religionsgemeinschaft in Österreich und auf
die verstärkten Bemühungen der Bundesregierung für die Integration
von Migrantinnen und Migranten. "Auch die Ernennung von Sebastian
Kurz zum Integrationsstaatssekretär hat dazu beigetragen, dass Fragen
der Integration offen und konstruktiv diskutiert werden. Mit dem
Nationalen Integrationsplan verfolgt Österreich das Ziel,
gegenseitigen Respekt zu fördern und den gesellschaftlichen
Zusammenhalt zu festigen", so Waldner.

Um den OSZE-Toleranzbeauftragten ein möglichst umfassendes Bild
der Situation in Österreich zu vermitteln, sind Treffen mit
Vertretern anderer Fachressorts und der jeweiligen
Religionsgemeinschaften sowie mit akademischen Experten und NGOs
geplant. Neben einer Darstellung der Sachlage wird der Bericht auch
Empfehlungen enthalten. "Wir unterstützen die Arbeit der
OSZE-Toleranzbeauftragten und sehen ihren Schlussfolgerungen mit
Interesse entgegen. Allfällige Empfehlungen werden wir ebenso prüfen
und umsetzen wie jene des UN-Menschenrechtsrats, die Österreich im
vergangenen Jahr im Rahmen der universellen Staatenprüfung angenommen
hat", versicherte der Staatssekretär abschließend.

Der Bericht der "drei Weisen" wird nach Fertigstellung im
Ständigen Rat der OSZE vorgestellt und in weiterer Folge auf der
Homepage der OSZE öffentlich zugänglich sein. Es handelt sich um den
ersten Länderbericht der Toleranzbeauftragten zu Österreich. Zuletzt
wurden 2011 die Schweiz, die Ukraine und Frankreich evaluiert.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3262,4549,4550; F:+43(0)501159-213
mailto:[email protected]
http://www.aussenministerium.at, http://www.bmeia.gv.at

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