• 26.03.2012, 13:59:00
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Leitl: EU-Garantiefonds soll KMU Zugang zu Finanzierung erleichtern

Wirtschaftskammer fordert nach Vorbild des europäischen Garantiefonds für Griechenland EU-weites KMU-Finanzierungsinstrument in Höhe von 5 Milliarden Euro

Wien (OTS/PWK203) - "Der jüngst eingerichtete europäische
Garantiefonds für griechische Klein- und Mittelbetriebe war ein
richtiger Schritt, dem schon bald ein zweiter folgen muss - ein
Garantiefonds für KMU in der gesamten Europäischen Union", fordert
der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Christoph
Leitl. Der Fonds für Griechenland, zu dem der österreichische
Regionalkommissar Johannes Hahn vor wenigen Tagen den Startschuss
gegeben hat, ist mit 500 Millionen Euro aus Mitteln der
EU-Regionalförderung dotiert. Dadurch können Kredite an KMU von bis
zu 1 Milliarde Euro generiert werden, welche die Europäische
Investitionsbank über griechische Banken gewährt.

Regionalkommissar Hahn setze mit diesem Fonds eine wichtige
Unterstützung für die griechische Wirtschaft, die gezielt den KMU zu
Gute kommt, betont Leitl: "Neben dem erfolgten Schuldenschnitt von
100 Milliarden Euro sollte diese Unterstützung eine zusätzliche
Motivation für Griechenland sein, weitere Reformen anzugehen. Die
Griechen können darauf zählen, dass sie bei ihren Reform- und
Einsparbemühungen von den EU-Partnern nicht alleine gelassen werden,
denn klar ist: Neben den notwendigen Einsparungen und Reformen sind
auch Wachstumsimpulse notwendig, damit Griechenland wirtschaftlich
wieder auf die Beine kommt."

Zudem weist Leitl darauf hin, dass Haftungen generell ein
wichtiges Instrument sind, um KMU den Zugang zu Finanzierungen zu
sichern. "Basel III und andere Faktoren bedeuten, dass in Zukunft der
Zugang zu Krediten nicht einfacher werden wird, ganz im Gegenteil.
Ein europäischer Garantiefonds würde hier Abhilfe schaffen. Mit einem
Garantievolumen von 5 Milliarden Euro könnte ein Vielfaches an
Kreditvolumen in der EU generiert werden." In diesem Zusammenhang
begrüßt Leitl, dass Kommissar Hahn bereits angekündigt hat, in der
nächsten Förderperiode ab 2014 Haftungen und andere Finanzinstrumente
stärker zu forcieren. (SR)

Rückfragehinweis:
Abteilung für Finanz- und Handelspolitik
Mag. Erich Kühnelt
Telefon: +43 (0)5 90 900 3739
E-Mail: [email protected]

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