• 26.03.2012, 12:23:42
  • /
  • OTS0138 OTW0138

ORF III stöbert am Buchmarkt und macht sich Gedanken um das digitale Gedächtnis

Am 27. März im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information lädt am Dienstag, dem
27. März 2012, in "erLesen" zur Plauderei mit Persönlichkeiten aus
der Buchszene, diesmal etwa Peter Henisch und Johanna Rachinger.
Philosophisch und technisch interessierte "art.genossen" sorgen sich
um den Bestand von elektronisch gespeicherten Daten, die im Gegensatz
zu Inschriften auf antikem Papyrus in einigen Jahren nicht mehr
aufrufbar sein werden. Die Reihe "Fernsehen wie damals" bringt
Mosaiksteinchen aus den Sechzigern zutage, holt "Panorama"-Reportagen
aus dem Archiv und erörtert die heimische Hochkultur des Jahres 1977.

"erLesen" (20.15 Uhr)

Aktuelles vom Buchmarkt und aus der Literaturszene, präsentiert von
Heinz Sichrovsky. Den Autor Peter Henisch und den
Universitätsprofessor Helmut Schmiedt verbindet ein Held aus ihrer
Kindheit in der Nachkriegszeit: Karl May. Weiters zu Gast sind die
Chefin der Nationalbibliothek, Johanna Rachinger, und der Träger des
Alpha Literaturpreises 2010, Thomas Stangl.

"Kulturmontag mit art.genossen - Hilfe, wir verschwinden: Das
digitale Desaster" (21.15 Uhr)

Schon in einigen Jahren wird niemand mehr Windows 2000 öffnen können
und gespeicherte persönliche Daten wie Fotos, Liebesbriefe,
Roman-Entwürfe sind verloren. Diskettenlaufwerke gibt es lange nicht
mehr und viele weitere Speichermedien, denen wir unsere Erinnerungen
anvertrauen, überdauern nur wenige Jahre. Der Film von Jörg Daniel
Hissen und Peter Moers zeigt auf, wie wir geradewegs in den
kompletten Gedächtnisverlust schlittern. "In fünfzig oder hundert
Jahren wird unsere Zeit vielleicht als das dunkle, digitale Zeitalter
gelten", befürchtet der Computerphilosoph Steward Brand aus den USA.
Die drohende digitale Amnesie zeigt aber vor allem eines auf: Wir
sind von all den Bits und Bytes, den Bildern, Tönen und Schriften
komplett überfordert. Tatsächlich bewegt sich das kulturelle
Gedächtnis in einem Gleichgewicht zwischen Erinnern und Vergessen.
Aber was wollen wir vergessen, was aufbewahren?

"Fernsehen wie damals: 16mm - Schätze aus dem Fernseharchiv" (22.50
Uhr)

Wissenswertes aus dem Jahr 1967: Wie man ein halbes Schwein richtig
zerlegt, nach dem Winterschlaf die Schildkröte richtig aufweckt und
exotische Haustiere hält. Heinz Fischer-Karwin plaudert mit
Christiane Hörbiger und Johannes Heesters; und der österreichische
Komponist Gottfried von Einem stellt sich vor.

"Fernsehen wie damals: Panorama - Klassiker der Reportage: Oldies but
Goldies" (23.35 Uhr)

Nostalgische Erinnerungen in einer Sendung, die ihrerseits heute zur
Nostalgie gezählt werden darf: Das garantiert ein Hochkonzentrat an
Retro-Feeling. Unter dem Titel "Oldies but Goldies" erinnern sich
damals schon Ältere an Horst Winter und Musik von gestern (also
mittlerweile: vorgestern), schwelgen in der Liebe zum Vergangenen und
fragen nach, was im Vergleich zur guten alten Tanzschule an einer
Diskothek so schön sein soll.

"Fernsehen wie damals: Best of Club 2: Troubadour Hochkultur" (0.20
Uhr)

Diese "Club 2"-Ausgabe aus dem Jahr 1977 stellt Herbert von Karajan
in den Mittelpunkt, der in diesem Jahr in Österreich wirkte und für
Euphorie sorgte - sowohl bei den Salzburger Pfingstkonzerten als auch
an der Wiener Staatsoper. Mit Gastgeber Kuno Knöbl diskutierten
Christa Ludwig, Hans Hollein, Karl Löbl, Georg Eisler, Joachim Lieben
und Fritz Hermann.

Rückfragehinweis:
ORF-Pressestelle
Michael Krause
Tel.: (01) 87878 - DW 14702
http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel