- 26.03.2012, 11:47:59
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Moser/Schatz zu Post-Plänen: Regierung muss Post-Management einbremsen
SPÖ und ÖVP für Aktionäre und Manager, gegen PostkundInnen und Bedienstete
Wien (OTS) - "Eine Regierung, in der die SPÖ den Bundeskanzler und
eine der beiden zuständigen Ministerinnen stellt, entpuppt sich als
Totengräber einer Post, die angeblich allen was bringt. SPÖ und ÖVP
gaben der Post mit Postmarktgesetz und konturloser
Eigentumsverwaltung durch die ÖIAG freie Hand für ständig höhere
Dividenden und astronomische Managereinkommen", kritisieren Gabriela
Moser, Infrastruktursprecherin, und Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnen-
und KonsumentInnensprecherin der Grünen, angesichts eines Berichtes
im Monatsmagazin Trend.
"Die Rechnung sollen jetzt offenbar Zustellpersonal und KundInnen
zahlen, für die immer weniger bleibt. Dies wird nun durch
veröffentlichte Post-Pläne belegt. Das kommt für uns Grüne nicht in
Frage. Doris Bures und Maria Fekter müssen die
Shareholder-Value-Seilschaft bei der Post einbremsen."
"Schon bei der Beschlussfassung des von Verkehrsministerin Bures in
den Himmel gelobten Postmarktgesetzes von 2009 haben wir Grüne auf
die Risken der zahlreichen unternehmensfreundlichen Gummiparagraphen
in diesem Gesetzes-Machwerk hingewiesen, für das von der BMVIT-Spitze
auch noch befreundete Berater um teures Geld beschäftigt wurden.Die
Folge waren ein Kahlschlag bei Postämtern und Briefkästen und eine
saftige Tariferhöhung im Jahr 2011. Nun will man noch die tägliche
Zustellung einstellen und zugleich weiter die Preise erhöhen",
kritisiert Moser.
Schatz dazu: "Die Arbeitsbedingungen bei der Post werden immer
härter. Die Löhne sind schon mit den letzten
Kollektivvertragsumstellungen um 30 Prozent gesunken. Es ist
inakzeptabel, dass das Management sich selbst und den Aktionären nun
wieder mehr Geld zuschieben will, während das Zustellungspersonal
zunehmend unter Druck gesetzt wird. Hier trägt Doris Bures eine
Mitverantwortung. Da das Postmarktgesetz keinen Schutz für die
Beschäftigten bietet, war absehbar, dass sich die Arbeitsverhältnisse
der Post AG sukzessive an die der privaten Anbieter angleichen
werden. Und das diese Ausbeuter der schlimmsten Art sind, ist
bekannt."
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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