- 26.03.2012, 10:50:25
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AKNÖ fordert: Schulzeit für Lehre anrechnen
Präsident Haneder für rasche Gesetzesänderung
Wien (OTS) - Nach erfolgreichem Abschluss einer berufsbildenden
Schule in die Lehre? Immer mehr Jugendliche in NÖ müssen derzeit nach
ihrer Schulausbildung an einer BMHS den erlernten Beruf noch einmal
lernen. Tendenz steigend. Denn manche Unternehmen nützen eine
Gesetzeslücke, die es ihnen ermöglicht, Schulabschlüsse zu
ignorieren. Auf diese Art und Weise werden immer häufiger
AbsolventInnen von BMHS in die für die Unternehmen billigere
Lehrausbildung gedrängt. AKNÖ-Präsident Hermann Haneder drängt auf
eine rasche gesetzliche Regelung: "Bei einer fachlich einschlägigen
Schulausbildung mit Abschluss darf kein Lehrvertrag mehr angeboten
werden."
Junge BerufseinsteigerInnen haben es derzeit nicht leicht. Denn für
viele heißt es: Zurück an den Start. Dadurch, dass es keine Regelung
im Berufsausbildungsgesetz gibt, können Unternehmen Schulausbildungen
oder Berufsberechtigungen ignorieren. Viele Jugendliche stehen
dadurch unter Druck: Um endlich einen Arbeitsplatz zu bekommen,
nehmen sie zusätzliche Lehrjahre in Kauf. "Aus Niederösterreich sind
uns Fälle bekannt, wo HAK-AbsolventInnen als kaufmännische Lehrlinge
eingestellt werden oder Jugendliche, die nach Abschluss der
Tourismusfachschule als Kochlehrlinge aufgenommen werden. Nicht nur,
dass Qualifikationen nicht anerkannt werden, auch der finanzielle
Schaden für die jungen Menschen ist beträchtlich", berichtet Robert
Hörmann, AKNÖ-Bildungsexperte.
Seit Jahren drängt die AKNÖ auf die dringend notwendige
Wiedereinführung der alten Regelung im Berufsausbildungsgesetz, die
zuvor die wechselseitige Anrechnung von Schul- und Lehrzeiten und vor
allem die Anerkennung von Schulabschlüssen klar regelte. Durch diese
Gesetzeslücke bleibt es den Firmen überlassen, ob sie Abschlüsse
anerkennen oder die für sie billigere Variante wählen und die
Jugendlichen in eine Lehrausbildung drängen. Das ist eine eindeutige
Verschwendung von Bildungsressourcen, so die Arbeiterkammer.
Jetzt ist die Wirtschaft am Ball
AKNÖ-Präsident Hermann Haneder fordert angesichts der Vielzahl von
betroffenen Jugendlichen in NÖ ein rasches Einlenken von Seiten der
Wirtschaft und ein baldiges Ende der Blockadepolitik: "Wir brauchen
dringend eine gesetzliche Regelung, die klarstellt, welche
Schulabschlüsse mit welchen Lehrabschlüssen gleichgesetzt werden."
Rückfragehinweis:
AKNÖ, Robert Hörmann, 01/58883-1890
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