- 24.03.2012, 10:11:00
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Gahr: Vergangenheitsbewältigung in Südtirol behutsam angehen
Mehrparteienantrag fordert Umgestaltung faschistischer Relikte, Beseitigung nicht zielführend
Wien, 24. März 2012 (ÖVP-PK) Die Aufarbeitung der
faschistischen Zeit in Italien muss umfassend, aber auch behutsam
passieren. Ein wichtiger Aspekt dieser Betrachtung der
wechselvollen Geschichte ist auch die Frage nach dem Umgang mit den
noch vielerorts stehenden faschistischen Relikten. Im Parlament
wurde in diesen Tagen deshalb ein Antrag behandelt, der eine
Umwandlung in Mahnmäler vorsieht. ÖVP-Südtirolsprecher und Obmann
des Südtirol-Unterausschusses Abg. Hermann Gahr sieht mit diesem
Antrag einen wichtigen Beitrag zur Geschichtsbewältigung geleistet.
"Diese von der Südtiroler Landesregierung vorgeschlagene
Möglichkeit einer Umgestaltung ist ein guter und vernünftiger
Ansatz und würde den Anspruch der Vergangenheitsbewältigung und der
Befassung der Jugend mit einer Zeit, die sie nicht erleben musste,
in vorbildlicher Weise erfüllen." ****
In den unterirdischen Räumen des "Siegesdenkmals" in Bozen soll
zum Beispiel ein Dokumentationszentrum eingerichtet werden. Dabei
soll nicht nur auf die Geschichte des Denkmals eingegangen, sondern
die Zeit des Faschismus und des Nationalsozialismus in Südtirol
aufgearbeitet werden. Erklärende Tafeln sollen auch an den Ossarien
(Beinhäuser an den Grenzübergängen Südtirols) angebracht werden.
Eine Umwandlung dieser Relikte sollte stets unter Beachtung der
persönlichen Gefühle und nach Hinterfragung des historischen Wertes
der Erhaltung erfolgen. Dass es im Bereich von Denkmälern und
Mahnmälern natürlich einer genauen und sensiblen
Einzelfallbetrachtung bedarf, versteht sich von selbst und muss
dementsprechend gefordert und gefördert werden. "Wir brauchen eine
Lösung frei von Vorurteilen und Provokationen. Deshalb lehnen wir
mehrheitlich eine vollständige Beseitigung der Relikte, wie es von
manchen Gruppen gefordert wird, ab", schließt Gahr.
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at
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