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LH Dörfler in Sarajewo: Kooperation in vielen Bereichen geplant

Kärntner Landeshauptmann traf Fikret Music, Premier des Kantons Sarajewo, und überraschenderweise Staatspräsident Bakir Izetbegovic

Sarajewo/Klagenfurt (OTS/LPD) - Bei einem Treffen von
Landeshauptmann Gerhard Dörfler mit dem Premier des Kantons Sarajewo, Fikret Music, wurden gestern, Freitag, viele wichtige Themen besprochen und auch beschlossen, dass ein Kooperationsvertrag zwischen Kärnten und dem Kanton Sarajewo noch vor diesem Sommer unterzeichnet werden soll. An den Gesprächen teilgenommen haben Mirjana Malic, Vorsitzende des Kantonsparlament, Wirtschaftsminister Rusmir Sendic, Umwelt- und Stadtplanungsminister Abid Jusic, Kultur-und Sportminister Ivica Saric, Verkehrsminister Haris Lulic und Nedzad Ajnadzic, Minister für Fragen der Kriegsveteranen.

Der Landeshauptmann berichtete, dass Kooperationen geplant seien
in wirtschaftlichen Angelegenheiten, Innovation und Infrastruktur sowie in den Bereichen Umwelt und erneuerbare Energien. Außerdem in Kultur, Tourismus, Jugend und Sport sowie in der Bildung von der Kleinkindbetreuung bis zur Universität. Ein weiterer Punkt der Kooperation würde die Heranführung von Bosnien-Herzegowina an die EU betreffen. "Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages wird voraussichtlich in Sarajewo stattfinden, dazu eingeladen werden auch die EU-Kommissare Stefan Füle und Johannes Hahn", berichtete Dörfler. Sein Kommen bereits zugesagt habe EU-Botschafter Peter Sorensen.

Music, der den Kärntner Landeshauptmann den ganzen Tag
begleitete, zeigte diesem im Rahmen einer Stadtführung auch das Franz Ferdinand-Museum. Dörfler lud die Museumsverantwortlichen ein, eine Ausstellung über die 1. Republik und das Attentat an dem österreichischen Thronfolger in Kärnten zu machen.
Im Laufe des Tages kam es auch zu einem überraschenden Treffen mit Staatspräsident Bakir Izetbegovic, der sich als ausgezeichneter Kärntenkenner erwies. "Ich habe die besten Erinnerungen an Kärnten, da meine Frau dort medizinisch behandelt wurde", so der Staatspräsident, der sich in diesem Zusammenhang bei den Kärntner Ärzten für die großartige Betreuung bedankte. Die Einladung von Dörfler nach Kärnten wolle er gerne annehmen, sagte Izetbegovic, der Sarajewo als bunten Mix vieler Kulturen bezeichnete. Die Stadt sei stark beeinflusst von der Monarchie, so profitiere man heute noch in den Bereichen Architektur, Kunst und Infrastruktur von Österreich.

Den Abschluss des Tages bildete der Besuch des EUFOR-Camps Butmir
am Gelände des Flughafens Sarajewo, das unter der Leitung von Major General Robert Brieger steht. 355 Österreicher, davon 61 Kärntner, sind hier stationiert. Der Landeshauptmann bedankte sich bei den Soldaten für den Dienst am Frieden. "Ihr leistet sehr wichtige Arbeit, um den Frieden in der Region zu sichern", so Dörfler, der auch betonte ein Anhänger der allgemeinen Wehrpflicht zu sein. Für die Kärntner Soldaten gab es als gschmackigen Gruß aus der Heimat eine Kärntner Jause.
(Schluss)

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