• 23.03.2012, 19:15:22
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Neues Volksblatt: "Sichtbare Grenze" von Markus EBERT

Ausgabe vom 24. März 2012

Linz (OTS) - Als Bauernfunktionär muss man geerdet sein - das
zeigte sich gestern auch am VOLKSBLATT-Telefon. Länger als die eine
geplante Stunde stand Jakob Auer Rede und Antwort, hörte sich die
Anliegen an, gab Rat und versprach Hilfe, wo sie notwendig scheint.
Und auch wenn es kaum ein Problem gab, das nicht angesprochen wurde,
wenn durchaus auch Kritik geäußert wurde, eines passierte nicht -
nämlich eine Politikerbeschimpfung. Damit wurde bestätigt, was Auer
konstatierte, dass nämlich die veröffentlichte Meinung über die
Politik schlechter sei als sie sich in Wirklichkeit darstellt.
Ein Selbstreinigungsprozess in Sachen Image ist dennoch notwendig;
andernfalls wird es immer schwieriger, für demokratiepolitisches
Engagement die besten Köpfe zu gewinnen. Auch wenn das Schlagwort von
der Krise als Chance abgedroschen klingen mag: dem Ansehen der
Politik könnte sie wirklich gut tun. Die Spreu vom Weizen zu trennen
ist wohl nicht zuletzt ein Anliegen jener großen Mehrheit, die durch
einen charakterlosen Klüngel unverdient in Misskredit geraten ist.
Und, Hand aufs Herz: Es gibt keine Berufsgruppe, die frei von
schwarzen Schafen ist, das ist nun einmal Sache der individuellen
Entscheidungsfreiheit. Auch das Wissen, dass Unrecht sanktioniert
wird, verhindert Unrecht nicht, aber die Grenze muss immer klar
sichtbar bleiben.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
http://www.volksblatt.at

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