• 23.03.2012, 10:23:01
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EU-Studie bis 2020 zeigt: Keine Berufschance ohne Top- Ausbildung

Becker zur neuesten Qualifikationsprognose: Unser Bildungssystem muss mit dem Arbeitsmarkt Schritt halten

Brüssel, 23. März 2012 (OTS) "Die neue EU-
Qualifikationsprognose beweist klar: Wer keine Top-
Ausbildung vorweisen kann, wird nur schwer in der
Arbeitswelt Fuß fassen können. Das betrifft sowohl
Lehrlinge als auch Studenten", so Heinz K. Becker,
Bildungssprecher der ÖVP im Europäischen Parlament. Die
Studie des Europäischen Zentrums für die Förderung der
Berufsbildung (CEDEFOP) beschreibt Qualifikationsangebot
und -nachfrage in der EU für die Jahre 2010-20. „Die
Ergebnisse der Studie stellen eine sehr nützliche und ganz
konkrete Orientierung für junge Menschen und Eltern dar, um
bereits für die unmittelbar vor ihnen liegenden Jahre die
weitere Ausbildung und konkrete Berufswahl entscheiden zu
können. Zugleich zeigen die Ergebnisse den dringend
umzusetzenden bildungspolitischen Auftrag: Wenn der
Arbeitsmarkt immer mehr bestimmte Qualifikationen
nachfragt, können unsere Bildungssysteme das nicht
ignorieren. Wenn die Arbeitnehmer immer besser ausgebildet
sein müssen, um einen Arbeitsplatz zu finden, dann bedeutet
das, dass auch die beruflichen und akademischen
Ausbildungssysteme immer mehr leisten müssen. Wir müssen in
der EU mehr tun, damit die Bildungssysteme mit der
Entwicklung des Arbeitsmarkts Schritt halten", so Becker.
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"Die Studie zeigt, vor welchen Herausforderungen sich
all diejenigen befinden werden, die sich jetzt entweder
kurz vor oder gerade in der Ausbildung befinden", so
Becker. Außer dem starken Bedarf in den sogenannten "MINT-
Fächern" (MINT = Mathematik, Informatik,
Naturwissenschaften und Technik) zeigen die
Studienergebnisse, dass die Entwicklung weiter hin zu mehr
kompetenzintensiven Arbeitsplätzen sowie zu mehr
Arbeitsplätzen im Dienstleistungssektor geht. Für Becker
hat dies Konsequenzen, nicht nur für persönliche
Bildungsentscheidungen, sondern auch für das Bildungssystem
als Ganzes. "Wir sollten nicht einfach lustig weiter jedes
Jahr Tausende Kommunikationswissenschaftler und
Kulturhistoriker ausbilden, wenn wir wissen, dass sie damit
nie einen Arbeitsplatz finden. Wir dürfen die jungen
Menschen nicht im Unklaren lassen, wohin sich der
Arbeitsmarkt tatsächlich entwickelt. Es bedarf einer
flächendeckenden Information mit den neuesten Erkenntnissen
schon lange vor dem Besuch einer Berufsmesse", so Becker.
Im Bereich der Berufsausbildung sei ganz klar zu erkennen,
dass Routinetätigkeiten massiv an Bedeutung verlören. "Aber
Berufe mit persönlichen, zwischenmenschlichen Tätigkeiten
werden immer stärker nachgefragt werden. Das bedeutet, dass
zum Beispiel eine Karriere im Pflegebereich, in der
Kinderbetreuung oder im Bildungsbereich den jungen Menschen
zu empfehlen ist", so Becker.

"Die Zeiten sind vorbei, in denen man als
geringqualifizierter Schulabgänger nur durch Loyalität zu
einem Unternehmen und harte Arbeit in die Chefetage
aufsteigen konnte. Dazu ist der Qualifikationsdruck einfach
zu hoch. Dass frühkindliche Bildung und die Verminderung
der Schulabbrecherquote europäische Bildungsprioritäten
sind, ist deshalb folgerichtig", so Becker. Genauso sieht
er aber auch ältere Arbeitnehmer betroffen: "Es darf auf
keinen Fall das lebensbegleitende Lernen und die berufliche
Fortbildung von Arbeitnehmern über 40 außer Acht gelassen
werden. Die Menschen werden immer älter und sollen immer
länger arbeiten. Auch das erfordert ein Umdenken in der
Bildungspolitik", so Becker abschließend.

Rückfragen: Heinz K. Becker, MEP, Tel.: +32-2-284-5288
([email protected])
Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-384784
([email protected])

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