• 23.03.2012, 10:01:28
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Pirklhuber: Nationaler Antibiotika-Reduktionsplan für Tierhaltung nötig

Grüne fordern Unabhängige Kontrolle und absolute Reduktionsziele

Wien (OTS) - Anlässlich der von der Umweltschutzorganisation
GLOBAL 2000 veröffentlichten Daten zu antibiotikaresistenten Keimen
in der österreichischen Hühnerfleischproduktion fordert Wolfgang
Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen, einen nationalen
Antibiotika-Reduktionsplan in der Tierhaltung. "Der massive
Medikamenteneinsatz in der Tierhaltung und damit die Gefahr für
Resistenzen gegen Antibiotika muss reduziert werden. Ich fordere
Minister Stöger auf, endlich Daten zur Antibiotika-Abgabe durch
Tierärzte zu erheben und dann verbindliche Reduktionsziele für die
Tierhaltung festzuschreiben." Laut Beantwortung der parlamentarischen
Anfrage des Grünen mangelt es in Österreich an validen Zahlen zum
Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung. Es gibt derzeit lediglich eine
Erfassung der Antibiotikaströme auf freiwilliger Basis. Pirklhuber:
"So fischen wir im Trüben, anstatt wirksame Maßnahmen für den Schutz
der KonsumentInnen zu setzen."

Die industrielle Tierhaltung unterstützt die rasche Ausbreitung von
krankheitsauslösenden Erregern, und die dann erfolgende Verfütterung
von Antibiotika fördert die Antibiotikaresistenz der Mikroorganismen.
In der ökologischen Landwirtschaft werden Antibiotika in weit
geringerem Ausmaß eingesetzt, da die Tiere durch bessere
Haltungsbedingungen weniger gestresst und anfällig für Krankheiten
sind. Durch die niedrigere Besatzdichte wird die Verbreitung von
antiobiotikaresistenten Bakterien gemindert. "Diese Erkenntnis der
Europäischen Agentur für Ernährungssicherheit ist offenbar
Landwirtschaftsminister Berlakovich nicht bekannt. Denn er behauptet
in einer aktuellen Anfragebeantwortung, dass zwischen konventionellen
und biologisch geführten Betrieben kein signifikanter Unterschied in
der Antibiotikaanwendung zu erwarten sei. Minister Berlakovich,
machen sie ihre Hausaufgaben und setzen sie sich für eine
Bio-Offensive ein. Dies wäre gut für die Tiere und Menschen", fordert
Pirklhuber.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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