- 22.03.2012, 12:44:39
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Brandsteidl präsentierte Maßnahmenpaket gegen Schulschwänzen
Schulschwänzbeauftragter für Wien
Wien (OTS) - "Wer in die Schule geht, muss auch in die Schule
kommen. Schulschwänzen ist kein Kavaliersdelikt, sondern oft der
Beginn einer Entwicklung, die in negativen Schulkarrieren von
Jugendlichen mündet. Umso wichtiger ist es, frühzeitig Maßnahmen zu
setzen und eine Kultur des Nicht-Wegschauens bei Schulschwänzen an
unseren Schulen zu etablieren. Ein wichtiger Schritt hierbei ist die
Einsetzung eines eigenen Schulschwänzbeauftragten für Wien. Dieser
soll bestehende Maßnahmen koordinieren und die Schulen unterstützen",
stellte Wiens Amtsführende Stadtschulratspräsidentin Susanne
Brandsteidl im Rahmen einer Pressekonferenz heute fest.
Brandsteidl weiter: "Ob notorisches Zu-Spät-Kommen, einseitige
Urlaubsverlängerungen, die Nicht-Teilnahme an schulbezogenen
Veranstaltungen oder der 'spontane Verzicht' auf
Nachmittagsunterricht - Schulschwänzen darf nicht toleriert werden.
Schulschwänzen stellt sich in diesem Sinne vor allem als pädagogische
Herausforderung dar. Wir möchten Lehrern den Rücken stärken und
gemeinsam mit allen Schulpartnern dafür sorgen, dass Schulschwänzen
bekämpft und Schulschwänzern konkrete Hilfestellungen geboten
werden."
Als Schulschwänzbeauftragter für Wien wird mit Horst Tschaikner
ein Mitarbeiter des Stadtschulrats eingesetzt, der aufgrund seiner
Arbeit als Hauptschullehrer über ein großes Maß an Erfahrung verfügt.
Die Schwerpunkte der Arbeit des Schulschwänzbeauftragten liegen
in den Bereichen:
o Entwicklung von Hilfsangeboten für Betroffene o Information von Schülern, Eltern und Lehrern o Entwicklung eines eigenen Leitfadens o Datensammlung o Recherche internationaler Best-Practice-Projekte o Rechtsberatung o Vernetzung der Schulpartner
Tschaikner: "Mein Ziel ist es, bestehende Projekte
zusammenzuführen und neue Initiativen zu entwickeln. Hierbei will ich
auch auf internationale Erfahrungen erfolgreicher Programme gegen
Schulschwänzen zurückgreifen und diese für das Wiener Schulwesen
nutzbar machen. Ich verstehe mich als Partner der Schulen und will
diese darin unterstützen, geeignete Maßnahmen gegen Schulschwänzen zu
setzen. Diese Maßnahmen sollen sich nicht allein auf die gesetzlich
vorgesehenen Sanktionen und 'erhobene Zeigefinger' beschränken,
sondern auch ganz konkrete Hilfestellungen - beispielsweise in
Kooperation der Schulpsychologischen Beratung des Stadtschulrats für
Wien - beinhalten."
Als Zeithorizont für die Präsentation des Maßnahmenkatalogs
nannte Brandsteidl den Beginn des kommenden Schuljahres. Bis dahin
werde der Beauftragte einen Leitfaden erarbeiten, der das konkrete
Vorgehen der Schulen gegenüber Schulschwänzern vereinheitlichen soll.
Abschließend betonte Brandsteidl, dass diese Initiative
"natürlich Hand in Hand mit allen Schulpartnern diskutiert und
weiterentwickelt wird." Deshalb habe sie den Schulschwänzbeauftragten
angewiesen, noch in diesem Schuljahr zu einem großen Round Table
Gespräch einzuladen, um alle Schulpartner miteinzubeziehen.
Hotline des Schulschwänzbeauftragten: 01/52525-77111 (schluss) ssr
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.gv.at/rk/
Dragana Lichtner und Matias Meißner
Medien- und Pressereferat des Stadtschulrates
Telefon: 01 525 25-77014
E-Mail: [email protected]
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