- 22.03.2012, 12:07:44
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5 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention: Geburtstagsfeier mit Staatssekretär Waldner und Behindertenvertretern
Tortenüberreichung von LICHT FÜR DIE WELT als Erinnerung, die unterschriebenen Verpflichtungen umzusetzen.

Wien (OTS) - Seit ihrer "Geburtsstunde" am 30. März 2007 haben 153
Staaten die Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen
unterschrieben. Österreich war vor fünf Jahren einer der ersten
Unterzeichner-Staaten und hat sich damit zur Wahrung der Rechte von
Menschen mit Behinderungen verpflichtet:
- Recht auf gleichberechtigten Bildungszugang
- Recht auf selbst bestimmtes Leben
- Gleichberechtigter Zugang zum Arbeitsmarkt
- Umfassende Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen
Der Vertrag besagt, dass auch die Entwicklungszusammenarbeit so
gestaltet sein muss, dass Menschen mit Behinderungen Zugang zu allen
Projekten und Programmen haben.
Genau diesen Aspekt hat Rupert Roniger, Geschäftsführer von LICHT FÜR
DIE WELT, bei der gestrigen Veranstaltung im Museum für Völkerkunde
betont: "Zum 5. Geburtstag der UN-Konvention sind in der
österreichischen Entwicklungszusammenarbeit erste gute Ansätze
erkennbar. Aber sie ist noch weit davon entfernt, Menschen mit
Behinderungen durchgängig einzubeziehen. Und das ist nicht nur eine
Frage des beschämend niedrigen Budgets für Entwicklungshilfe, das
leider weiter gekürzt wird und die Umsetzung der Konvention
erschwert."
Staatssekretär Wolfgang Waldner ist im Außenministerium zuständig für
Entwicklungszusammenarbeit. Daher wurde ihm gestern Abend die
Geburtstagstorte überreicht: "Es ist unbedingt notwendig, behinderte
Menschen in Armutsgebieten zu fördern. Daher unterstützt die
österreichische Entwicklungszusammenarbeit bereits seit vielen Jahren
die Hilfsprogramme von LICHT FÜR DIE WELT. Im Sinne der UN-Konvention
müssen wir aber in Zukunft noch viel mehr in dieser Richtung tun."
Gerhard Höllerer ist Vizepräsident der österreichischen
Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation und Präsident des Blinden- und
Sehbehindertenverbandes Österreich. Er unterstützt die Initiative von
LICHT FÜR DIE WELT: "Es ist super, dass Österreich von Anfang an
dabei war. Aber das war erst der Beginn. Jetzt geht es darum, diese
Vereinbarungen auch tatsächlich umzusetzen!"
Auch international fällt die Bilanz nach 5 Jahren
UN-Behindertenrechtskonvention ähnlich aus. Zwar haben 110 Staaten
die Konvention bereits ratifiziert und sich damit zur vollständigen
Umsetzung in ihren nationalen Gesetzen und Programmen verpflichtet.
Genau da gibt es aber noch Nachholbedarf: Wie in allen anderen
Politikbereichen genügt es auch in der Entwicklungszusammenarbeit
nicht, einige wenige Vorzeigeprojekte für Menschen mit Behinderungen
durchzuführen.
"Denn die verwundbarsten Menschen in den Armutsgebieten unserer Erde
brauchen ganz besondere Achtung und Aufmerksamkeit!", so Rupert
Roniger.
Hintergrund:
- Weltweit leben 1 Milliarde Menschen mit Behinderungen, davon mehr
als 80 % in Entwicklungsländern
- Ein Drittel der Kinder ohne Grundschulzugang auf der Welt ist
behindert
- Armut und Behinderung bedingen einander
- Die Millennium-Entwicklungsziele, das größte Entwicklungsprogramm
der Vereinten Nationen, berücksichtigt Menschen mit Behinderungen
nicht
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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
LICHT FÜR DIE WELT
Mag. (FH) Andrea Zefferer
Tel.: +43/676/453 0503 bzw. +43/1/810 13 00-34
mailto:[email protected]
www.licht-fuer-die-welt.at
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