- 22.03.2012, 10:59:18
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Risikobewusstsein gewinnt in den Unternehmen zunehmend an Bedeutung
Wien (OTS) - Der Themenkomplex Governance, Risiko und Compliance
(GRC) gewinnt bei Vorständen von Unternehmen immer mehr an Bedeutung.
Dabei wird sichergestellt, dass klare Unternehmensrichtlinien
existieren, wesentliche Risiken in der Unternehmenssteuerung
berücksichtigt sowie externe und interne Regularien eingehalten
werden. Die Geschäftsleitung will Gewissheit, dass alle drei Bereiche
effizient und effektiv berücksichtigt werden, so das Ergebnis einer
Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG.
Laut einer aktuellen KPMG Umfrage richten Unternehmen ihr Augenmerk
verstärkt auf Governance, Risiko und Compliance. Rund 41 Prozent der
Befragten geben an, dass diese Themen vom Vorstand sehr ernst
genommen werden. Vor der Finanzkrise traf dies nur bei lediglich 10
Prozent der Befragten zu. Die Geschäftsleitung (48 Prozent) und die
Aufsichtsbehörden (43 Prozent) zählen dabei zu den wesentlichen
Treibern für die Verbesserung der GRC-Aktivitäten.
Peter Ertl, Partner im Bereich Risk Consulting bei KPMG, erklärt:
"Unternehmen schenken der Einbeziehung von Governance, Risiko und
Compliance ganz eindeutig mehr Aufmerksamkeit. Allerdings befinden
sich die meisten noch in einem relativ frühen Stadium, so sind zB
Komplexität und mangelnde Erfahrung weiterhin große
Herausforderungen."
89 Prozent der Befragten geben an, dass die Kosten für GRC-Maßnahmen
als Folge der Priorisierung gestiegen sind. 75 Prozent der
Unternehmen wenden bis zu einem Zehntel ihres Jahresumsatzes für
GRC-Initiativen auf. Weiters sagen nur 38 Prozent der Befragten, dass
in ihren Unternehmen ein effektiver Austausch von Informationen und
Ressourcen über Funktionen hinweg stattfindet, und weniger als ein
Drittel schätzen die Leistung ihrer Unternehmen hinsichtlich eines
grenzüberschreitend einheitlichen GRC-Ansatzes als gut ein. Lediglich
9 Prozent der Unternehmen integrieren GRC-Aktivitäten in ihre
Geschäftsstrategien.
Gert Weidinger, ebenfalls Partner im Bereich Risk Consulting bei
KPMG, meint dazu: "Wichtig ist das Verständnis, dass Risikomanagement
alle Mitarbeiter betrifft. Die bloße Bündelung dieser Themen in einer
Abteilung genügt nicht. Wesentlicher Erfolgsfaktor ist die
Integration dieser Themen in die täglichen Geschäftsabläufe. Eine
Stabstelle kann dabei ein interner Berater sein, niemals ist die
Stabstelle jedoch für die Einhaltung von Compliance-Bestimmungen
verantwortlich. Dafür ist immer der jeweilige Prozessverantwortliche
zuständig."
Details zur Studie sowie die vollständige Presseaussendung finden Sie
unter www.kpmg.at
Rückfragehinweis:
Mariana Herrloss, KPMG Austria GmbH, [email protected], 01/313 32 730, 0664/266 50 82
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