- 21.03.2012, 14:05:52
- /
- OTS0196 OTW0196
Kurz zum Anti-Rassismus-Tag: Jahrzehnte lange Versäumnisse aufzuarbeiten
Sachlichkeit notwendig; Antidiskriminierung heißt auch: Leistung ermöglichen und anerkennen; Nicht die Herkunft zählt, sondern die Leistung
Wien (OTS) - Im Bereich der Anti-Diskriminierung gilt es,
Jahrzehnte lange Versäumnisse aufzuarbeiten, betont
Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz zum internationalen
Anti-Rassimustag. Versäumnisse gäbe es auf allen
gesellschaftspolitischen Ebenen. Viele kleine und größere Schritte
seien notwendig, um Diskriminierung entgegen zu wirken.
Antidiskriminierung heißt aber auch: Leistung ermöglichen und
Leistung anerkennen, so Kurz. "Menschen sollen nicht nach ihrer
Herkunft, Hautfarbe oder Religion beurteilt werden, sondern nach dem
was sie beitragen und einbringen wollen", sagt der Staatssekretär.
Diskriminierung ist sicherlich zu einem Teil auch eine Frage der
gesellschaftspolitischen Bewusstseinsbildung. Hier gilt es, ein Klima
zu schaffen, in dem Diskriminierung keinen Platz hat. Vorurteile
entstehen, weil man vor etwas Angst hat und Angst hat man vor dem,
das man nicht kennt. Sachlichkeit ist daher eine starke Waffe gegen
Diskriminierung. In der Medienberichterstattung, in der Politik und
im Alltag. Eine Versachlichung der emotionalen Debatten ist daher ein
ganz wichtiger Beitrag, so Kurz.
Ebenso wie es um das Klima geht, geht es aber auch um konkrete
Schritte und Maßnahmen. Österreich verfügt zwar über ein strenges
Antidiskriminierungsgesetz. Aber Diskriminierung gibt es, wo man es
oft kaum vermutet, verweist der Staatssekretär etwa darauf, dass es
bis vor wenigen Wochen in Teilen Österreichs nicht möglich war, dass
Migranten der Freiwilligen Feuerwehr beitreten. Mit der Änderung der
entsprechenden Landesgesetz sei diese Diskriminierung abgeschafft
worden. "Wo jemand etwas leisten will, muss man das auch ermöglichen,
und auch anerkennen", sagt Kurz. Der Staatssekretär betont, dass er
daran arbeitet, so viele derartige Diskriminierungen wie möglich
offen anzusprechen.
Rückfragehinweis:
Staatssekretariat für Integration
Pressereferat
1010 Wien, Minoritenplatz 9
Tel. +43 1 53126-7005
mailto:[email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NIN






