- 20.03.2012, 14:05:52
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Blecha: Arbeitsmarktoffensive für Ältere ist "großer Fortschritt" - mehr Unterstützung von Wirtschaft gefordert
Teuerung bedroht den Lebensstandard der Seniorinnen und Senioren - "deshalb entschieden dagegen ankämpfen"
Wien (OTS/SK) - Die von der Bundesregierung im Zuge des
Stabilitätspakets beschlossene Arbeitsmarktoffensive für ältere
Arbeitnehmer bezeichnet Karl Blecha, Präsident des
Pensionistenverbands Österreichs (PVÖ) und Seniorenrats als "großen
Fortschritt". "Dieses großartige Arbeitsmarktpaket braucht aber mehr
Unterstützung von Seiten der Wirtschaft", appellierte Blecha im
Rahmen einer Pressekonferenz des Österreichischen Seniorenrates an
Österreichs Arbeitgeber. Mit neuen Eingliederungsbeihilfen für ältere
Arbeitslose seien bereits "Boni", also Anreize für die Wirtschaft
geschaffen worden. Jetzt brauche es noch stärkere "Malus", für
Betriebe, die ältere Arbeitnehmer in die Pension drängen. ****
Besonders erfreut zeigte sich Blecha darüber, dass mit der
Arbeitsmarktoffensive für Ältere eine zentrale Forderung der
Seniorenvertreter umgesetzt und dafür 750 Millionen Euro zur
Verfügung gestellt werden. Eine neue Eingliederungsbeihilfe soll
Anreize schaffen, damit Betriebe ältere Arbeitnehmer einstellen. "Für
die Dauer von sechs Monaten werden ein Viertel der Lohnkosten vom
Arbeitsmarktservice übernommen", betonte der PVÖ-Präsident, der
weiter ausführte, dass er sich gleichzeitig strengere Malus wünschen
würde, die Betriebe tatsächlich davon abhalten, ältere Mitarbeiter zu
kündigen.
Neben der Thematik des Stabilitätspaketes wurde im Rahmen der
Seniorenratssitzung auch über die Pensionskassen, den
Bundesaltenplan, das Europäische Jahr für aktives Altern und die
Teuerung gesprochen. Zur Thematik der Pensionskassen betonte Blecha,
dass die Seniorenvertreter mit dem vom Finanzministerium
vorgeschlagenen Modell zur Pauschalsteuer nicht zufrieden seien. Man
wünsche sich ein Modell, das die benötigten Mehreinnahmen bringt und
gleichzeitig jene entschädigt, die durch das alte Besteuerungsmodell
Verluste erlitten haben. "Und wir wollen bei allen weiteren
Verhandlungen dabei sein", forderte Blecha.
Der Kampf gegen die Teuerung steht aktuell besonders im Fokus der
Arbeit der Seniorenvertreter. Denn gerade in einer Zeit, in der
Pensionsanpassungen aufgrund der budgetären Situation immer
schwieriger werden, sei es notwendig, die Teuerung mit aller Kraft so
gering wie möglich zu halten. "Die Teuerung bedroht den
Lebensstandard der Seniorinnen und Senioren. Wir werden deshalb
entschieden dagegen ankämpfen", betonte Blecha, der sich erneut für
strengere Preiskontrollen aussprach. (Schluss) sv/bj
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