OTS0202   19. März 2012, 18:30

Verdiente Mitbürgerinnen und Mitbürger im Landhaus geehrt

LH Markus Wallner überreichte Landes- und Bundesauszeichnungen


Traditionell nahm Landeshauptmann Markus
Wallner
den Josefitag als "Landesfeiertag" Vorarlbergs heute, Montag (19. März) zum Anlass, um mehrere verdiente Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Landes- und Bundesauszeichnungen zu ehren. Dabei bekräftigte Wallner den hohen Stellenwert von freiwilligem Engagement und solidarischem Wirken für Vorarlberg. Insgesamt überreichte der Landeshauptmann neun Landes- und drei Bundesauszeichnungen.

Bei den Landesauszeichnungen erhielt Universitätsprofessor Gebhard Mathis aus Rankweil das Große Verdienstzeichen des Landes. Agnes Jäger aus Hohenems, Roswitha Steger aus Bregenz, Uwe Bergmeister aus Dornbirn, Hans Grabher aus Lustenau und Gerhard Hartmann aus Lindau wurden mit dem Verdienstzeichen des Landes geehrt. Rettungsmedaillen des Landes sind an Paul Bischof, Jürgen Kessler und Roland Schwendinger (alle aus Wolfurt) übergeben worden. Bei den Bundesauszeichnungen wurde Irakli Gogibedaschwili aus Lustenau der Berufstitel "Professor" verliehen. Dekrete über die Verleihung des Berufstitels "Medizinalrat" hat Landeshauptmann Wallner an Rudolf Brugger aus Bregenz und Ärztekammerpräsident Michael Jonas aus Dornbirn überreicht. Bei allen Ausgezeichneten bedankte sich Wallner herzlich für den geleisteten engagierten Einsatz.

Großes Verdienstzeichen des Landes

Universitätsprofessor Gebhard Mathis ist seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich mit sehr großem Engagement für die Österreichische Krebshilfe Vorarlberg tätig. Im Jahr 1990 übernahm Mathis die Geschäftsführung des Vereins, nachdem dieser aus dem AKS herausgelöst worden war. In den folgenden Jahren wirkte er maßgeblich bei der Aufbauarbeit mit. Federführend mitgearbeitet hat Mathis auch an der Errichtung der psychosozialen Beratungsstelle der Krebshilfe Vorarlberg, die 1992 als bundesweit erste Beratungsstelle ihrer Art eröffnet wurde. Seit Anfang 2009 steht Mathis dem Verein als Präsident vor. Daneben hat sich Mathis im Bereich der Palliativmedizin bei der Einrichtung der Palliativstation im LKH Hohenems engagiert eingebracht. Auf seine Initiative hin wurde in den 1990iger Jahren zudem das Darmkrebsrisikoprogramm der Krebshilfe auf den Weg gebracht.

Verdienstzeichen des Landes

Seit 2002 ist Agnes Jäger neben zahlreichen anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten Obfrau der 1993 gegründeten Volkshochschule Hohenems. Das Amt hat sie in einer für die Volkshochschule sehr schwierigen Zeit übernommen. Mit beachtlichem persönlichem Einsatz hat Jäger die VHS Hohenems in den Folgejahren auf die Erfolgsspur zurückgebracht und damit auch für die Vorarlberger Bildungslandschaft einen wichtigen Beitrag geleistet.

Seit fast drei Jahrzehnten ist Roswitha Steger freiwillig engagiert. Im Verein "Neustart" ist sie seit 1984 als ehrenamtliche Bewährungshelferin tätig und steht den ihr zugewiesenen Personen mit Rat und Tat zur Seite, etwa wenn es um die Suche nach einer Unterkunft oder Arbeitsstelle geht. Ebenso lange ist Steger im Verein "Dowas" aktiv und setzt sich engagiert für die Belange von wohnungs- und arbeitsuchenden Menschen ein.

Uwe Bergmeister hat sich während seiner Tätigkeit als österreichischer Rheinbauleiter in der grenzüberschreitenden Internationalen Rheinregulierung verdient gemacht. Insbesondere bei der Aufarbeitung der Geschichte der Rheinregulierung und deren Verankerung im Bewusstsein der Bevölkerung nahm Bergmeister eine federführende Rolle ein. Neben der Jubiläumsausstellung "100 Jahre Staatsvertrag 1892-1992 zur Internationalen Rheinregulierung" ging auch die Einrichtung des Museums Rhein-Schauen wesentlich auf seine Initiative zurück.

Hans Grabher vertrat als Betriebsratsvorsitzender der Firma Blum fast 20 Jahre die Interessen von rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Engagiert setzte sich Grabher für eine solide Ausbildung von Lehrlingen in Vorarlbergs Betrieben ein. Großen Einsatz bewies er auch bei der Unterstützung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit migrantischem Hintergrund. Seine Tätigkeit betrachtete Grabher immer auch als Dienst an der Gemeinschaft. Als erster Vorsitzender der 2006 neu gegründeten Landesstelle der Pensionsversicherungsanstalt trug Grabher dazu bei, die Einrichtung zu einem modernen, serviceorientierten Dienstleistungsbetrieb für die Vorarlberger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu entwickeln.

Mit Gerhard Hartmann wurde ein Kunstmäzen geehrt. Seit dem Jahr 2001 baut Hartmann eine einzigartige Sammlung auf - auch mit Vorarlberger Künstlerinnen und Künstlern -, die in ihrer Art einzigartig ist. Seine Sammlung, eingebettet in eine europäische Ausrichtung, bereichert den Bestand des Landes an originären Literatur- und Kunstwerken in einem besonderen Maß und rückt Vorarlberg als Ort künstlerischer Produktion wie kunstsinniger Sammlungstätigkeit in ein internationales Blickfeld.

Rettungsmedaillen des Landes

Die Rettungsmedaille des Landes erhielten die Lebensretter Paul Bischof, Jürgen Kessler und Roland Schwendinger. Ihrem mutigen Eingreifen ist es zu verdanken, dass beim Brand eines Wohnhauses in Wolfurt im vergangenen September niemand zu Schaden gekommen war. Mit vereinten Kräften konnten sie eine 83-jährige Frau aus dem brennenden und stark verrauchten Haus befreien.

"Professor" für Irakli Gogibedaschwili

Der gebürtige Georgier Irakli Gogibedaschwili, der seit nunmehr 28 Jahren in Vorarlberg lebt, hat vor 22 Jahren das Kammerorchester Arpeggione aufgebaut. Als künstlerischem Leiter ist es Gogibedaschwili gelungen, talentierte Musikerinnen und Musiker aus der Region zu einer starken Einheit zu verschmelzen. Mit jährlich sechs Konzertabenden und einem Abend für Jungtalente wird dem Publikum Kammermusik auf höchstem Niveau geboten. Die Förderung des heimischen musikalischen Nachwuchses ist dem Kammerorchester ein besonders großes Anliegen. Das Ensemble genießt über seine regionale Bedeutung hinausgehend auch im Ausland einen exzellenten Ruf.

Berufstitel "Medizinalrat"

Der Allgemeinmediziner Rudolf Brugger hat sich durch sein Fachwissen einen ausgezeichneten Ruf als Arzt erarbeitet. Kurzzeitig (von 1993 bis 1996) war Brugger im Arbeitskreis für Vorsorge- und Sozialmedizin auch als medizinischer Geschäftsführer für den Bereich Vorsorgemedizin tätig. Seit Herbst 2010 ist Brugger Mitglied des Forums Wissenschaft, Projekt "Sommerschule". Hier zeichnet er als Organisator für den Fortbildungsblock "Orthopädie: Bewegung in der Prävention und Therapie" mitverantwortlich. Als Bezirksärztevertreter hat er jahrzehntelang die Anliegen der Ärzte wie auch die Anliegen der Patienten stets gewissenhaft und engagiert vertreten.

Seit 1992 ist Michael Jonas als Facharzt für Innere Medizin in Dornbirn tätig. Neben seiner großen kassenärztlichen Praxis ist er seit 1993 als Gutachter der PVA Landesstelle Vorarlberg im Einsatz. 2003 wurde Jonas zum Chefarzt bestellt. Als Pionier in der Vorsorge-Koloskopie mit höchster Qualitätsstufe wurden seine Leistungen österreichweit ausgezeichnet. Jonas war viele Jahre Obmann der Kurie der niedergelassenen Ärzte sowie Vizepräsident der Ärztekammer für Vorarlberg. Seit dem vergangenen Jahr ist Jonas Präsident der Ärztekammer für Vorarlberg. In der Kollegenschaft genießt er hohes Ansehen.

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