• 19.03.2012, 13:37:09
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Jauschnegg: Augenmaß gefordert

Geplante Förderkürzungen stellen Ökoenergie-Branche auf die Probe

Wien (OTS) - Die Ökoenergie-Branche wird durch die drohenden
Förderkürzungen im Rahmen des Sparpakets auf eine harte Probe
gestellt. "Der schönste Ansatz wäre selbstverständlich, die
Förderungen in allen Bereichen auf gleicher Höhe wie im vergangenen
Jahr bestehen zu lassen und einfach mehr Anlagen zu fördern. In
Zeiten des Sparpakets wird das jedoch schwierig zu bewerkstelligen
sein", kommentiert Horst Jauschnegg, Vorsitzender des
Österreichischen Biomasse-Verbandes, die jüngsten Diskussion rund um
die dro-henden Förderkürzungen bei der Photovoltaik. Jauschnegg
appelliert an die politischen Entscheidungsträger hier mit gesundem
Augenmaß vorzugehen, um den gerade erst in Gang gekommenen Ausbau der
Erneuerbaren nicht wieder zu gefährden. "Für die Ener-giewende sind
alle 'Erneuerbaren' erforderlich - egal ob Biomasse, Wind,
Solarthermie oder Photovoltaik", ist Jauschnegg überzeugt.

Mit dem Ökostromgesetz ist Österreich im Strombereich auf dem
richtigen Weg. Werden die darin gesetzten Ziele auch umgesetzt -
darüber werden letztendlich die Einspeisetarife entscheiden, die in
den nächsten Monaten verhandelt werden - kann im Jahr 2020 einen
"erneuerbaren" Stromanteil von etwa 85 % erreicht werden.

Anders sieht es jedoch im Raumwärmebereich aus. "Mehr als die
Hälfte der in Österreich verbrauchten Energie wird für die Erzeugung
von Wärme benötigt, der Anteil an erneuerbaren Energien liegt hier
bei etwa einem Drittel. Noch immer werden mehrere hunderttausend
Haushalte mit Heizöl beheizt", analysiert Jauschnegg. "Jeder
Förder-Euro, der in diesen Bereich fließt, ist gut investiert und
dringend notwendig. Die größte Hürde sind die hohen
Investitionskosten bei biogenen Heizsystemen, die durch Förderungen
abgefedert werden können. Ist der Umstieg bewerkstelligt, kommen die
Vorteile einer Biomasse-Heizung voll zur Geltung: Im Vergleich zu
einer Ölheizung halbieren sich die Heizkosten." Der unter strengen
Auflagen produzierte Brennstoff schont die Umwelt, sichert heimische
Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Inland. Ein Problem mit der
Rohstoffversorgung sieht Jauschnegg nicht: "Bis 2020 können wir mehr
als drei Viertel aller Ölheizungen durch Biomasse-Heizungen
ersetzen."

Rückfragehinweis:
Österreichischer Biomasse-Verband,
Tel.: +43 (0)1 533 07 97 - 0,
Email: [email protected]

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