• 19.03.2012, 13:14:40
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Handbuch für Sicherungsmaßnahmen in öffentlichen Gebäuden präsentiert

Sobotka, Mikl-Leitner: Bürgernähe und Sicherheit sind kein Widerspruch

St. Pölten (OTS/NLK) - Rund ein Jahr nach dem tragischen Vorfall
in der Bezirkshauptmannschaft Wien-Umgebung in Klosterneuburg wurden
heute, Montag, 19. März, in den Räumen des Landesklinikums
Mostviertel in Melk zwei Handbücher für Sicherungsmaßnahmen in
öffentlichen Gebäuden präsentiert, die in einem Arbeitskreis von
Bundeskriminalamt, Opferhilfe und Kuratorium Sicheres Österreich
(KSÖ) entstanden sind.

Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka betonte
dabei: "Die Prävention ist die beste Möglichkeit Menschen sensibler
zu machen und gleichzeitig auch potenzielle Täter abzuschrecken." "Es
geht darum, Mitarbeiter zu schulen und Führungskräfte in ihrer
Verantwortung zu begleiten sowie Sicherheitspläne für öffentliche
Gebäude auszuarbeiten", so Sobotka. Es sei notwendig, Vorkehrungen zu
treffen und Verhaltensanleitungen zu geben, "wie man sich in
Situationen verhält, wenn Panik auftritt." Der Schutz der Menschen in
öffentlichen Einrichtungen stehe an oberster Stelle. Dabei dürfe aber
die Bürgernähe, Offenheit und Serviceorientiertheit in
Niederösterreich nicht aufgegeben werden, so der
Landeshauptmann-Stellvertreter.

"Die Ratgeber geben viel an Information, an Handlungsanleitung und
an Tipps für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum und in öffentlichen
Einrichtungen", so Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner. "Dabei
zeigt sich, wie schmal der Grad in öffentlichen Einrichtungen ist,
direkt beim Bürger zu sein und Mitarbeiter, die erste Ansprechstelle
sind, keinen Gefahren auszusetzen." Gerade der direkte Kontakt mit
den Bürgern stehe ganz oben in der Prioritätenliste. "Mit den
Broschüren wollen wir die Balance schaffen, Bürgernähe zu leben und
gleichzeitig mehr Sicherheit für die Mitarbeiter zu garantieren", so
die Innenministerin.

Für die aktuellen Handbücher seien die Negativereignisse der
letzten Jahre im Detail analysiert und daraus konkrete Maßnahmen
abgeleitet worden. "Die Schlussfolgerungen wurden in den beiden
Handlungsleitfäden für Führungskräfte und Mitarbeiter gezogen, wie
sie mit gefährlichen Situationen umgehen, Ruhe bewahren und Nerven
zeigen", so Mikl-Leitner. Wichtig sei, einen Krisenstab bzw.
Krisenpläne zu erstellen und neue Standards in der Aus- und
Weiterbildung zu setzen. Dazu gebe es die Zivilschutzschule in der
Sicherheitsakademie für Schulungskräfte bzw. die Fachhochschule
Wiener Neustadt.

Christian Kunstmann, Generalsekretär des KSÖ, erinnerte:
"Prävention ist nicht nur Aufgabe der Polizei, sondern die gesamte
Gesellschaft kann ihren Beitrag zu einem sicheren Österreich leisten.
Unsere Aufgabe ist es, die Sicherheit nicht nur für Mitarbeiter,
sondern auch für Besucher zu steigern".

Mag. Peter Hruschka, Kaufmännischer Direktor im Landesklinikum
Melk, sagte: "Wir wollen, dass Mitarbeiter ein Gefühl für Sicherheit
entwickeln".

Nähere Informationen beim Büro LH-Stv. Sobotka unter
02742/9005-12221, Mag. (FH) Eberhard Blumenthal, e-mail
[email protected].

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12174
www.noe.gv.at/nlk

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