- 16.03.2012, 16:34:39
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SP-Klubtagung: die Vorhaben der Stadtregierung
Wiener Charta, smarte Wohnprojekte, Schuloffensive, Qualifikationsplan, Spitalskonzept 2030
Wien (OTS) - Die Tagung des Wiener SP-Rathausklubs in Rust ging am
Freitagnachmittag zu Ende. Im Zuge des zweitägigen Treffens
präsentierten die SP-Stadträtinnen und Stadträte ihre Konzepte.
Schwerpunkte dabei waren unter anderem die Wiener Charta des
Zusammenlebens, neue Wohnprojekte für Kleinfamilien und Singles, der
Ausbau von Ganztagsschulen und Kindergärten sowie ein
Qualifikationsplan für Fachkräfte.
Wiener Charta im Umsetzungsprozess
Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger will im November diesen
Jahres die "Wiener Charta" der Öffentlichkeit präsentieren. Darin
sollen - unter Bürgerbeteiligung - Regeln für ein funktionierendes
Zusammenleben festgehalten werden. Jetzt werden Themen gesammelt,
jede Wienerin/jeder Wiener kann dabei online über www.charta.wien.at
mitmachen.
Kompakte Wohnungen sollen auf aktuelle Trends reagieren
Sogenannte SMART-Wohnungen werden im Rahmen eines neuen
Wohnbauprogramms errichtet. Mit diesem Angebot wolle man vor allem
Jungfamilien, AlleinerzieherInnen und Singles ansprechen, so
Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. Die Mieten werden etwa denen von
Gemeindebauten entsprechen. Die Vergabe erfolgt wie bei geförderten
Genossenschaftswohnungen über das Wohnservice Wien. Rund 2.000
solcher Wohnungen sollen bis 2014 fertig sein, die in laufende
Bauprojekte integriert werden.
18 neue Ganztagsschulen und elf Kindergärten bis 2022
Insgesamt 18 neue Ganztagsschulen und elf neue Kindergärten kündigte
Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch für die nächsten Jahre an. Im
Zuge dessen sollen bis 2022 elf neue Campus-Standorte entstehen, der
Fokus liegt auf den Regionen über der Donau, am Nordbahnhof sowie im
Westen und Süden der Stadt. Standorte auf den Aspanggründen, am
Hauptbahnhof und in der Seestadt Aspern wurden bereits fixiert.
Ingesamt 700 Millionen Euro sind dafür veranschlagt. 330 Mio
Eigenmittel muss voraussichtlich die Stadt aufbringen. Die restliche
Summe soll über die Zusammenarbeit mit privaten Investoren abgedeckt
werden.
Qualifikationsplan für Fachkräfte
Eine strategische Weichenstellung am Arbeitsmarkt kündigte
Finanzstadträtin und Vizebürgermeisterin Renate Brauner für Herbst
2012 an. Mit dem "Qualifikationsplan Wien" soll das
Fachkräftepotenzial bis 2015 deutlich erhöht werden. Ziel ist laut
Brauner, die Anzahl der Personen, die lediglich über einen
Pflichtschulabschluss verfügen, durch Qualifizierungsmaßnahmen
entsprechend zu reduzieren. Rund 55 Prozent der Wiener Arbeitslosen
fallen derzeit in diese Kategorie.
Wiener Spitalskonzept soll mehr Sicherheit bringen
Das Spitalskonzept 2030 und das Geriatriekonzept stehen im Fokus der
Wiener Gesundheitspolitik. Diese beiden Vorhaben werden bereits
Schritt für Schritt umgesetzt, so Gesundheitsstadträtin Sonja
Wehsely. Ziel des Geriatriekonzeptes war unter anderem der Bau von
neun neuen Pflegewohnhäusern, bis 2015 werden nun sogar an zehn neuen
Standorten Einrichtungen stehen.
Klimaschutzprojekte, Modernisierung der MVA Spittelau und
TierquarTier
Eine Reihe an Projekten gibt es im Umweltressort. Mit dem
Klimaschutzprojekt EOS - Energie Optimierung Schlammbehandlung - der
ebswien hauptkläranlage soll diese ab 2020 energieautark sein und
zudem einen Strom- und Wärmeüberschuss produzieren, so
Umweltstadträtin Ulli Sima. Die Modernisierung der
Müllverbrennungsanlage Spittelau, die bis 2015 erfolgt, trägt
ebenfalls zum Umweltschutz bei. Das TierquarTier, ein neues
Tierschutzkompetenzzentrum, soll bis 2015 in der Donaustadt errichtet
werden und ein neues zu Hause für über 150 Hunde und 300 Katzen sowie
Hunderte Kleintiere bieten.
Neues Depot für Sammlung des Wienmuseums
Mit über einer Million Objekte ist die Sammlung des Wien Museums ein
wichtiges Erbe der Stadt Wien. Momentan ist diese aber auf
sanierungsbedürftige Depots aufgeteilt. Hier will Kulturstadtrat
Andreas Mailath-Pokorny ansetzen. Deshalb werde in den nächsten
Wochen eine Entscheidung über den Standort eines neuen Depots
getroffen. Ein genereller Schwerpunkt der Kulturpolitik wird das
Thema "Zusammenleben", das neben erfolgreichen interkulturellen
Initiativen der letzten Jahren noch mehr ins Zentrum gerückt werden
soll. (Schluss) red
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