- 16.03.2012, 11:34:22
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AKNÖ-Haneder: Unzufriedenheit mit dem Einkommen steigt
Arbeitsklimaindex 2011: Gute Arbeitsplätze schlagen sich nicht im Gehalt nieder
Wien (OTS/AKNÖ) - Die niederösterreichischen ArbeitnehmerInnen
haben es mit den Arbeitsplätzen gut getroffen - was überhaupt nicht
passt, sind die Einkommen. Das geht aus dem neuesten
"Arbeitsklimaindex 2011" hervor. Für den Arbeitsklimaindex führte das
Institut IFES 1.000 Tiefeninterviews mit Beschäftigten aus allen
Landesteilen, Altersgruppen und Berufen.
Zufriedenheit mit dem Einkommen erreicht neuen Tiefpunkt
"Die NiederösterreicherInnen arbeiten gerne und sie arbeiten viel.
Doch das schlägt sich nicht im Einkommen nieder. Mit nur noch 54 von
100 Punkten ist die Einkommenszufriedenheit auf einem neuen und
alarmierenden Tiefstwert angekommen", sagte AKNÖ-Präsident Hermann
Haneder heute, Freitag, bei einer Pressekonferenz.
Die Verteuerung des täglichen Lebens kann durch die jährlichen
Lohnerhöhungen nur noch zu einem Teil abgefangen werden. Preise und
Gebühren galoppieren davon. "Leider wird auch versucht, ältere
ArbeitnehmerInnen aus dem Arbeitsleben zu drängen", kritisiert
Arbeiterkammer-Präsident Haneder. Deshalb ist bei den Älteren die
Sorge um Arbeitsplatz und Einkommen besonders groß.
Die allgemeine Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz ist besser
als im Österreich-Durchschnitt
Die 560.000 Beschäftigten in NÖ sind die besten Kenner der
Arbeitsmarktsituation. "Die ArbeitnehmerInnen sehen, dass es ihren
Betrieben gut geht. Sie stehen loyal zu ihrem Unternehmen und tragen
nach besten Kräften zum wirtschaftlichen Erfolg bei. Doch dieser
Einsatz bleibt für viele unbelohnt", zeigt AKNÖ-Direktor Helmut Guth
ein weiteres Hauptergebnis des Arbeisklimaindex auf. Die
Zufriedenheit mit ihrer Arbeit liegt mit 79 von 100 möglichen Punkten
sehr gut und hebt sich gegenüber dem Österreich-Durchschnitt weiter
ab. Auch die wirtschaftliche Zukunft des Betriebes wird mit 70 von
100 Punkten als sehr positiv gesehen. Österreichweit erreicht dieser
Wert nur 67 Punkte.
Große regionale Unterschiede - Das Weinviertel fällt zurück
Während im Industrieviertel gute Werte erzielt werden, fällt das
Weinviertel immer weiter zurück. Die Hoffnung auf einen neuen
Arbeitsplatz bei Jobverlust liegt mit nur 30 von 100 Punkten am
unteren Ende der Skala. Im Waldviertel ist die allgemeine
Lebenszufriedenheit am höchsten, die Zufriedenheit mit dem eigenen
Betrieb jedoch am niedrigsten von allen Regionen.
Eine 8-seitige Zusammenfassung mit Grafiken ist auf
noe.arbeiterkammer.at zum Download verfügbar.
Rückfragen: Dr. Jürgen Figerl, Tel. 05-7171-1638
Rückfragehinweis:
AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1247
mailto:[email protected]
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