- 16.03.2012, 10:29:28
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Pirklhuber fordert Verbot der für Bienen lebensgefährlichen Beizmittel
Österreichische Studie zeigt, Berlakovich kann massives Bienensterben verhindern
Wien (OTS) - "Für Minister Berlakovich ist die Zeit der Ausreden
vorbei. Für den Erhalt der Bienen braucht es ein Verbot der für
Bienen lebensgefährlichen Beizmittel und keinen Minister Tatenlos.
Das ist das klare Ergebnis der vom Landwirtschaftsministerium
beauftragten Studie zum Auftreten von Bienenverlusten in Mais- und
Rapsanbaugebieten Österreichs", sagt Wolfgang Pirklhuber,
Landwirtschaftssprecher der Grünen.
Die Studie,`Untersuchungen zum Auftreten von Bienenverlusten in Mais-
und Rapsanbaugebieten Österreichs und mögliche Zusammenhänge mit
Bienenkrankheiten und dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln'
(MELISSA), der österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit
(AGES) soll heute ausgewählten MedienvertreterInnen vorgestellt
werden. "In der Beantwortung meiner parlamentarischen Anfrage vom
Juli 2011 hat der Minister die Studienergebnisse für spätestens Ende
Jänner dieses Jahres angekündigt, doch dem Parlament wurden sie bis
heute vorenthalten. Die jetzige Präsentation der Studie im exklusiven
Kreis lässt den Schluss zu, dass die Ergebnisse dem Minister nicht
genehm sind. Mir wurde die Studie zugespielt und nach der Durchsicht
ist klar warum: Sie zeigt, dass Minister Berlakovich seit Jahren
verabsäumt hat, gegen das Bienensterben wirksame Maßnahmen zu
setzen", kommentiert Pirklhuber.
"Während Deutschland, Frankreich, Slowenien und Italien auf das
massive Bienensterben mit Verboten der gefährlichen Maisbeizmittel
reagiert haben, hat Berlakovich Jahr um Jahr beschwichtigt und sich
auf die Auswertung der Studie herausgeredet", kritisiert Pirklhuber.
Jetzt liegt diese vor und die Ergebnisse sind eindeutig. In der
Studie heißt es, dass in den Jahren 2009 - 2011 in Österreich
regional gehäuft Bienenschäden aufgetreten sind, die
rückstandsanalytisch häufig mit der Verwendung von
insektizidgebeiztem Mais- und Ölkürbissaatgut in Zusammenhang zu
bringen waren. "Minister Berlakovich, handeln sie endlich und setzen
sie die Zulassung von für Bienen lebensgefährlichen Beizmitteln aus",
appelliert Pirklhuber.
Die Studie steht zum Download bereit unter:
http://www.pirklhuber.at/page.php?show=downloads&id=51
Kernzitate aus der Studie:
"Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse des Projektes MELISSA, dass in
den Jahren 2009 - 2011 in Österreich regional gehäuft Bienenschäden
aufgetreten sind, die rückstandsanalytisch häufig mit der Verwendung
von insektizidgebeiztem Mais- und Ölkürbissaatgut in Zusammenhang zu
bringen waren." (MELISSA, S. 12)
"Die im Jahr 2011 in Slowenien und Österreich aufgetretenen
Bienenschäden zur Zeit der Maisaussaat und die positiven Ergebnisse
der Rückstandsuntersuchungen zeigen, dass das Problem der
Wirkstoffabdrift mit den derzeit verpflichtend eingesetzten Typen von
Deflektoren noch nicht zufriedenstellend gelöst werden konnte."
(Melissa, S. 181)
"Der Adaptierung der Risikobewertung von Wirkstoffen und letztlich
Pflanzenschutzmitteln im Zulassungsverfahren an die speziellen
Eigenschaften und möglichen Expositionswege, v.a. von insektiziden
und bienengefährlichen Saatgutbehandlungsmitteln, ist verbessert
Rechnung zu tragen, um negative Auswirkungen auf Bienen und andere
Nichtzielorganismen vermeiden zu können." (MELISSA, S. 183)
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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