- 15.03.2012, 10:05:47
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Amon: Die Mittelschule kommt, das Gymnasium bleibt
Keine Differenzierung nach Leistung und Begabung in Wiener Schulen
Wien, 15. März 2012 (OTS/ÖVP-PK) - Überrascht zeigte sich heute,
Donnerstag, ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon über die Aussagen von
Unterrichtsministerin Dr. Claudia Schmied in den "Salzburger
Nachrichten". Schmied rät den Gymnasien sinngemäß auf die Auswahl der
Schülerinnen und Schüler nach Leistung zu verzichten, im Gegenzug
würde der Einsatz von Stützlehrkräften ermöglicht werden. "Ich halte
nichts davon, das System für die Gymnasien zu ändern. Die AHS sind
eine bewährte und erfolgreiche Schulform, die einen klaren Auftrag
hat: die Schülerinnen und Schüler in einem achtjährigen
Bildungskontinuum auf eine tertiäre Ausbildung vorzubereiten", so
Amon weiter.
Wohin es führe, wenn man gänzlich auf Auswahlkriterien verzichte,
zeige sich besonders deutlich in Wien, wo "das Schulsystem derzeit
überhaupt nicht nach Leistung und Begabung differenziert, die
Gymnasien überflutet werden, die Hauptschulen systematisch abgewertet
wurden und der Output daher entsprechend gering ist. Auch Wiener
Schulversuche wie die "kooperative Mittelschule" hätten aus diesem
Dilemma keinen Ausweg gebracht", betonte Amon. Mit der Einführung der
Neuen Mittelschule als Regelschule bei gleichzeitiger Beibehaltung
der AHS werde sich jedoch auch die Situation in Wien verbessern.
Ebenso warnt Amon davor, gewissermaßen einen Neidkomplex um
Ressourcen zu schüren. "Klar ist, dass wir die Neue Mittelschule mit
zusätzlichen Ressourcen ausstatten, um eine neue Lern- und Lehrkultur
zu ermöglichen. Klar ist aber auch, dass deshalb keine andere
Schulform weniger Ressourcen erhält, im Gegenteil, wir müssen uns
darauf konzentrieren, dass in den Schulen die beste Bildung für die
Kinder und Jugendlichen gewährleistet wird". Unabhängig davon hält
Amon mit der flächendeckenden Einführung der Mittelschule bei
gleichzeitigem Erhalt des Gymnasiums sowohl in der Kurz- als auch in
der Langform die Debatte über die Organisationsform für beendet. "Die
Organisationsfrage ist entschieden, jetzt geht es darum, dass die
Reformen - von der Reform der Oberstufe bis zu neuen Lehrmethoden in
der Mittelschule - in den Klassenzimmer ankommen", so Amon
abschließend. (Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
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