• 14.03.2012, 17:00:31
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"KURIER"-Kommentar von Martina Salomon: "Wie Unis spitze werden"

Nur wenige Fächer haben die Chance, Klasse statt Masse zu produzieren.

Wien (OTS) - Österreichs Universitäten schneiden bei
internationalen Rankings nie besonders gut ab. Das ist logisch, weil
zum Beispiel die elitäre Spitzenuni Harvard ungefähr so viel Geld
zur Verfügung hat wie alle 22 öffentlichen österreichischen
Universitäten zusammen.
Harvard verlangt nicht nur hohe Gebühren, sondern siebt die
Anwärter gnadenlos aus. Das findet man in Österreich unsympathisch,
weil es oft ungerecht ist und dem Gedanken widerspricht, dass Bildung
frei zugänglich sein soll. Aber leider ist nur mit diesem Instrument
Weltklasse möglich. Das zeigt auch die österreichische
Hochschul-Landschaft: Das Salzburger Mozarteum und die Wiener Uni für
Musik und darstellende Kunst haben Weltruf - und natürlich strenge
Eingangsselektion. Auch etliche technische Fächer - etwa die
Quantenphysik - sind international hoch angesehen. Sie sind nicht
überlaufen, die Wirtschaft würde sogar noch mehr Absolventen
brauchen. An den heimischen Schulen vergeht den jungen Menschen aber
offenbar die Lust auf solche Fächer. Und Studentenströme gezielter zu
lenken, zählt nicht zum Repertoire heimischer Bildungspolitiker. Für
Teile der SPÖ ist das leider ein Tabu. Über die schlechte
Leistungsbilanz der Unis brauchen wir uns daher nicht zu wundern.

Rückfragehinweis:
KURIER, Chefredaktion
Tel.: (01) 52 100/2601

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