• 14.03.2012, 11:04:40
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AK zum Weltverbrauchertrag: Immer Ärger mit dem Handwerker, Vermieter & Co 1

2011 gab es rund 395.000 KonsumentInnen-Beratungen in den Arbeiterkammern

Wien (OTS) - Aufreger Handwerker, Kostenfalle Handy, zu hohe
Mieten. "Wir kennen die Sorgen und Nöte der Konsumentinnen und
Konsumenten aus unserer Beratung. 2011 suchten rund 395.000 Menschen
in den Arbeiterkammern Rat und Hilfe", zieht Gabriele Zgubic,
Leiterin der AK Konsumentenpolitik Wien, Bilanz anlässlich des
Weltverbrauchertages morgen, Donnerstag. Vor allem Vertragsprobleme
mit Handwerkern und Dienstleistern erregten die VerbraucherInnen.
Aber sie kämpften auch mit der Miete, dem Handyanbieter oder ihrer
Versicherung. Erfreulich: Die KonsumentInnen klicken bei
Preisvergleichen gerne auf die AK Tarifrechner.

Jede/r vierte Konsument/in musste sich mit Vertragsproblemen mit
Handwerkern oder anderen Dienstleistern herumschlagen oder regte sich
beim Einkaufen auf. Er/Sie brauchte Hilfe, etwa bei Fragen zur
Gewährleistung, Garantie oder Lieferverzug.

Rund 80.000 suchten Rat in Sachen Wohn- und Mietrecht. Die
Anfragen betrafen vor allem die Erhaltungspflichten bei
Mietwohnungen, die noch immer nicht mieterfreundlich und gesetzlich
klar geregelt sind. Auch Abrechnungen der Betriebskosten "fuchsten"
die KonsumentInnen genauso wie die unbestimmten, unklaren
Richtwertmieten.

Probleme mit Anbietern von Telekommunikationsdiensten (rund 42.000
Anfragen) und mit Finanzdienstleistern und Versicherungen (rund
60.000 Anfragen) veranlassten die KonsumentInnen ebenfalls, in der AK
nachzufragen. Dauerbrenner waren hohe Handyrechnungen durch
Datendownloads. "Mehr Schutz gibt es ab Mai für die Verbraucher",
betont Zgubic. "Wir haben eine wirksame Kostenbremse bei 60 Euro
gefordert und durchgesetzt." Viele Fragen zu Versicherungen
betreffen Prämienerhöhungen, Leistungen und, bei
Lebensversicherungen, die Rendite.

Ein großer Brocken ist nach wie vor die Internetabzocke - also
vermeintliche Gratis-Angebote im Internet. Obwohl es hier einen
Rückgang gab, tappten immer noch rund 30.000 AnruferInnen in die
Kostenfallen. Daneben lauern zahlreiche andere Betrüger im Internet,
etwa bei privaten Tauschplattformen, Phishing, um Kontodaten
auszuspionieren, vermeintliche Wohnungsangebote oder Erbschaften mit
Vorauszahlungsforderungen.

Unerwünschte Werbeanrufe, sogenanntes Cold Calling, Kredite,
speziell Fremdwäh-rungskredite, waren 2011 ebenso ein Thema wie
Anfragen zur Einlagensicherung, zu Veranlagungsprodukten sowie zu
Kreditvermittlern und Finanzsanierern, unter denen viele Betrüger zu
finden sind. Hier geht es oft nur um Abzocke durch Mehrwertnummern,
indem ein Anrufer so lange wie möglich am Telefon gehalten wird -
meist ohne Ergebnis - dafür mit hoher Telefonrechnung..

Besonders erfreulich: Mehr als 530.000 KonsumentInnen griffen auf
den AK-Bankenrechner zu, rund 55.000 auf die Handy-Tarifrechner.
(Forts.)

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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