Greenpeace-Kommentar zu FPÖ-Aussage: "Klimaschutz statt Industriellen-Lobbying"
Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kommentiert
die plötzliche Neupositionierung der FPÖ in Klimaschutzfragen wie
folgt:
"Sowohl der Ausstieg aus dem aktuellen Kyoto-Protokoll als auch
die Ankündigung bei einer möglichen künftigen Regierungsbeteiligung
kein weiteres internationales Klimaschutzabkommen unterzeichnen zu
wollen, macht einmal mehr deutlich, dass mit der FPÖ kein Staat zu
machen ist", kritisiert Niklas Schinerl, Energiesprecher Greenpeace.
"Mit der derzeitigen Positionierung in Klimaschutzfragen betet die
FPÖ blind die Argumentationslinien der Industriellenvereinigung nach,
statt die Interessen der österreichischen Bevölkerung nach gesunder
Umwelt und einem intakten Klima zu wahren. FPÖ-Umweltsprecher Norbert
Hofer will die FPÖ offenbar zum Lobbybüro der
Industriellenvereinigung umgestalten", so Schinerl weiter.
Die Kyoto-Strafzahlungen, die auf Österreich zukommen, sind der
fehlenden heimischen Klimaschutzmaßnahmen geschuldet. Während andere
EU-Staaten locker ihre Klimaschutzziele erreichen, scheitert
Österreich an den klimapolitischen Weichenstellungen im
Verkehrsbereich und in der Gebäudesanierung. Gleichzeitig fehlt von
einer notwendigen ökosozialen Steuerreform, die zur CO2-Reduktion
beitragen würde, jede Spur. Der Sektor Industrie stellt neben dem
Verkehr den Hauptverursacher bei den CO2-Emissionen in Österreich
dar.
Energiesprecher Greenpeace,
Tel: 0664 612 67 04
www.greenpeace.at














