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Lackindustrie bekommt eigenen Rohstoffkostenindex

Neuer Rohstoffindex für Lack- und Anstrichmittelindustrie spiegelt Entwicklungen am Rohstoffmarkt exakter wider

Wien (OTS/PWK182) - Die Entwicklung der Rohstoffpreise für die österreichische Lack- und Anstrichmittelindustrie, im speziellen Farbstoffe und Pigmente wie Titandioxid, Bindemittel, Epoxid- und Alkydharze sowie die erdölabhängigen Lösemittel ist in bestehenden Indizes wie zB dem Baukostenindex kaum bis gar nicht berücksichtigt.

Die Bauindizes beobachten die Entwicklung der Kosten, die den Bauunternehmen bei der Ausführung von Bauleistungen durch Veränderung der Kostengrundlage (Material und Arbeit) entstehen. Diese wurden 2010 auf eine neue Basis (2010 = 100) gestellt und publiziert.

Mit Beginn 2012 wird nun für die Lack- und Anstrichmittelindustrie ein eigener Index von der WKÖ-Statistik errechnet, der die Entwicklungen der Rohstoffpreise in der Lack- und Anstrichmittelindustrie exakter widergibt. Die Grundlage dafür bildet der Index für Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte von Destatis, dem deutschen Bundesamt für Statistik, der die durchschnittliche Preisentwicklung von Rohstoffen und Industrieerzeugnissen wiedergibt. Der Rückgriff auf Destatis war notwendig, weil Daten des österreichischen Erzeugerpreisindex nicht in der Detailtiefe verfügbar sind. Die Rohstoffpreisentwicklungen sind aufgrund der Anbieterstruktur in Österreich und Deutschland aber praktisch ident.

Dieser neue Index, der nun viel genauer die Entwicklung der Rohstoffpreise für die Lack- und Anstrichmittelindustrie ermittelt, wird künftig für Preisanpassungen für Produkte der Lackindustrie herangezogen werden können. (us)

Der Index kann von der Website http://lacke.fcio.at
heruntergeladen werden.

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