• 13.03.2012, 10:51:02
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Hypo Alpe Adria erreicht mit Jahresergebnis 2011 die gesetzten Finanzziele entlang der Nulllinie

Klagenfurt/Wien (OTS) - Positives IFRS Ergebnis vor Minderheiten
in Höhe von EUR 69,3 Mio. unter Berücksichtigung von EUR 126,3 Mio.
Fair Value-Bewertung eigener Verbindlichkeiten; Risikovorsorgen nach
Bilanzbereinigung 2010 stabilisiert; Stabile Zuwächse bei Kunden und
Spareinlagen vor allem in Südosteuropa; Haftungen der öffentlichen
Hand um EUR 3,1 Mrd. abgebaut; Fokussierte Verkaufsvorbereitungen in
allen Fortbestandsteilen.

Nach drei Jahren mit schweren Verlusten erreichte die Hypo Alpe
Adria trotz eines schwierigen Marktumfelds mit dem Jahresergebnis
2011 das anvisierte Ziel entlang der Nulllinie. Das Ergebnis vor
Minderheiten in Höhe von EUR 69,3 Mio. (2010: EUR -1.079,0 Mio.)
wurde unterstützt von Finanz-Sondereffekten aus der Fair
Value-Bewertung eigener Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 126,3 Mio.
sowie deutlich gesunkenen Risikovorsorgen in Höhe von EUR 230 Mio.
(2010: EUR 1,2 Mrd.).

Der Nettozinsertrag verringerte sich in 2011 auf EUR 753,3 Mio.
(2010: EUR 881,9 Mio.), was insbesondere auf Folgewirkungen der
Portfoliobereinigungen des Jahres 2010 sowie nicht durch Neugeschäft
kompensierte Bestandsabreifungen zurückzuführen ist. Das
Provisionsergebnis 2011 in Höhe von EUR 73,1 Mio. (2010: EUR 107,9
Mio.) war durch zusätzliche Aufwendungen für Staatsgarantien im
Ausmaß von EUR 20 Mio. belastet. Die Betriebsaufwendungen konnten -
bedingt durch den Wegfall von belastenden Einmaleffekten in 2010 -
auf EUR 576,9 Mio. in 2011 reduziert werden (2010: EUR 594 Mio.).

Gemäß dem Sanierungsgrundsatz "Kleiner, einfacher,
kundenorientierter" sank die Bilanzsumme um knapp 10 Prozent von EUR
38,7 Mrd. Ende 2010 auf EUR 35,1 Mrd. zum 31.12.2011. Dabei konnten
allein in Südosteuropa im Jahresvergleich 30.000 Neukunden gewonnen
und teils deutliche Zuwächse im Retailbereich erzielt werden. Das
Plus bei den Kundeneinlagen liegt in dieser Region bei 14 Prozent im
Vergleich zu 2010. Das selektive Wachstum in den
Fortbestandsbereichen, die Reduktion der im Abbauteil
zusammengefassten Geschäftsteile in Höhe von EUR 1,2 Mrd. sowie eine
solide Liquiditätssituation ermöglichten die Rückführung von landes-
und bundesbehafteten Emissionen in Höhe von EUR 3,1 Mrd. inklusive
der vorzeitigen Tilgung von bundesbehafteten Darlehen in Höhe von EUR
751 Mio.

"Trotz eines schwierigen Marktumfelds mit Downgrades in
Kernmärkten wie Italien oder Slowenien hat die Hypo Alpe Adria ihr
Ziel eines Ergebnisses entlang der Nulllinie 2011 erreicht. Damit ist
eine Basis gelegt, auf der der Sanierungs- und Restrukturierungsweg
weiter konsequent und mit größtmöglicher Flexibilität gegenüber den
Märkten verfolgt werden kann. Der nachhaltige Beweis der
Lebensfähigkeit der Hypo Alpe Adria unter Minimierung der
Unterstützung durch die Republik Österreich sowie die Vorbereitung
auf eine Reprivatisierung unter bestmöglichen Bedingungen für den
Eigentümer stehen im Zentrum unserer weiteren Arbeit", erklärte der
Vorsitzende des Vorstandes, Dr. Gottwald Kranebitter anlässlich der
Präsentation des Jahresergebnisses.

Eigenmittel/Kapital

Die Eigenmittelquote lag 2011 bei 9,8 Prozent (2010: 10,3 %) und
reflektiert das auf Basis der österreichischen
Rechnungslegungsvorschriften (UGB) unter anderem ohne Fair-Value-
Bewertungsergebnis eigener Verbindlichkeiten ermittelte negative
Konzernergebnis in Höhe von EUR -160 Mio. in 2011. Dieser Effekt
konnte maßgeblich durch die Reduktion der risikogewichteten Aktiva in
Höhe von EUR 1,5 Mrd. kompensiert werden.

Eine Maßnahme zur Verbesserung der Kapitalstruktur wurde am
30.5.2011 durch die aliquote (vereinfachte) nominelle
Kapitalherabsetzung zur Abdeckung des im Jahresabschluss zum
31.12.2010 ausgewiesenen Bilanzverlustes getätigt. Dabei wurde der im
Jahresabschluss 2010 ausgewiesene, kumulierte Verlust absorbiert und
das 2008 und 2009 begebene Partizipationskapital von EUR 1.110,8 Mio.
auf EUR 469,1 Mio. herabgesetzt.

Ausblick

Aus Sicht des Managements prägen drei Hauptthemen das Jahr 2012:
Erstens, das Vorantreiben der eingeleiteten
Restrukturierungsmaßnahmen zum Beweis der Lebensfähigkeit der
strategischen und zur Reprivatisierung stehenden Kerneinheiten der
Bank.

Die Verkaufsvorbereitungen für die Tochterbanken in Österreich und
Italien sind dabei weit fortgeschritten. Beide Banken haben ein
umfangreiches Effizienzprogramm durchlaufen, das den Weg zur
Reorganisation in nachhaltig lebens- und reprivatisierungsfähige
Kernbanken ebnet. Ähnliche Restrukturierungsmaßnahmen wurden und
werden im SEE-Netzwerk gesetzt. Nächste konkrete
Privatisierungsschritte folgen bei maximaler Flexibilität gegenüber
den weiterhin volatilen Märkten dann, wenn die Aufnahmefähigkeit und
Kaufbereitschaft des Marktes wieder gegeben ist.

Weitere Arbeitsschwerpunkte 2012 sind die Erfüllung der
Kapitalvorgaben der heimischen Finanzmarktaufsicht per Jahresende
2012 aus weitestgehend eigener Kraft durch die Verkleinerung der
Gruppe und den kapitalschonenden Abbau der risikobehafteten Assets
sowie das laufende EU Verfahren.

Rückfragehinweis:

Hypo Alpe-Adria-Bank International AG
   Banksprecher
   Mag. Nikola Donig
   [email protected]
   Tel: +43 50202 3465
   Fax: +43 (0)50202 72 3000
   www.hypo-alpe-adria.com

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