- 12.03.2012, 14:49:30
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Gastro goes Internet
Das Internet hat sich auch für die Gastronomie zum unverzichtbaren Marketing-Instrument entwickelt. Die Kammer hlft dabei.
Klagenfurt (OTS) - Eine Initiative der Fachgruppe Gastronomie der
Wirtschaftskammer Kärnten soll nun den Wirtinnen und Wirten die
Bedeutung des Mediums Internet vor Augen führen und sie zu stärkerem
Engagement motivieren. Fachgruppenobmann Werner Lippitz: "Immer öfter
sucht der Gast im Internet nach einem passenden Gastronomiebetrieb
und erwartet Informationen über die Speisekarte, die Preise oder die
Erreichbarkeit. Und immer mehr verlässt er sich bei der Auswahl auch
auf Bewertungsportale und auf die Kommentare anderer Gäste." Wer mit
seinem Lokal im Internet nicht auffindbar sei, würde auf ein
wichtiges Werbeinstrument und auf wertvolle Umsätze verzichten - und
das könne sich auf Dauer kein Betrieb leisten.
In Kärnten sei die Bereitschaft in der Gastronomie derzeit allerdings
gering, sich auf fachlicher Ebene mit dem Internet
auseinanderzusetzen, bedauerte Lippitz: "Von 4000 Betrieben bieten
nur 35 ihren Gästen kostenloses WLAN, 59 haben eine eigene Website
und nicht einmal die Hälfte sind über E-Mail erreichbar. Dabei ist
gerade in der Gastronomie eine Möglichkeit für Feedback enorm
wichtig."
Eine Einschätzung, die Fachgruppengeschäftsführer Guntram Jilka
unterstreicht: "Das Internet ist mehr als nur ein Schaufenster, in
dem man sein Lokal ausstellt und auf Kundschaft hofft. Wer die junge,
moderne Zielgruppe ansprechen will, sollte auch kostenloses WLAN
anbieten, damit der Gast sich mit seinem Smartphone einloggen, seine
Mails checken oder seine Freunde auf Facebook günstig erreichen
kann." Kostenloses WLAN hebe damit die Verweildauer der Gäste in
einem Gastronomiebetrieb an, Kärnten würde bei diesem internationalen
Trend leider hinterherhinken, mahnt Jilka: "In der Türkei gehört
kostenloses Internet zum Standard, während ausgerechnet in einem
Technologieland wie Österreich die Entwicklung nur schleppend
verläuft. Deshalb hat die Wirtschaftskammer Kärnten eine
österreichweit einzigartige Aktion gestartet und nimmt den Betrieben
den technischen und organisatorischen Aufwand bei der
WLAN-Installation ab."
Eine besondere Bedeutung hätten mittlerweile auch Portale wie
Qype, eine im Trend liegende Online-Community, deren Inhalt
vorwiegend usergenerierte, standortbezogene Bewertungen auf lokaler
Basis sind. Der Name leitet sich übrigens aus der Frage "Quality or
Hype?" ab. "Ortsbezogene Empfehlungsportale sind im Vormarsch", sagte
Qype-Manager Almir Hajdarpasic, Head of Business Development. Die
Plattform dient der Beschreibung und Bewertung von Restaurants,
Sehenswürdigkeiten, Parks, Biergärten, Sportstätten, Hotels, Kinos
etc., wobei die Kritiken - wie im Web 2.0 üblich - von den Nutzern
selbst veröffentlicht werden. Hajdarpasic: "Qype hat derzeit 500.000
User in Österreich pro Monat. Auf einzelne Betriebe, wie etwa das
Cafè Europa in Wien, kommen 1500 Zugriffe im Monat. Die Bewerter sind
in erster Linie Menschen um die 30, die bereits mitten im Leben
stehen und gerne genießen. Wir bieten den Unternehmern auch die
Chance, mit den Bewertern zu kommunizieren, Kommentare zu
hinterfragen oder positive Postings zu belohnen."
Qype spielt demnach auch eine zentrale Rolle bei der
Gastro-Weboffensive, die Simone Kumhofer von der Villacher Agentur
FederWild konzipiert hat. Kumhofer: "Die Initiative der WK umfasst
drei Schritte: Zunächst sollen technische Hürden abgebaut und WLAN in
den Gastronomiebetrieben stärker verbreitet werden. Dazu ist vor
allem die Aufklärung und Überzeugung der Unternehmer wichtig. Im
zweiten Schritt soll die Auffindbarkeit der Betriebe im Netz
verbessert werden. Vorbild hierbei ist die Hotellerie: Derzeit kommt
auf zehn Hotels, die eine Website haben, ein Gastrobetrieb mit
Internetauftritt. Am Ende steht die Kooperation mit der
Bewertungsplattform Qype."
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Kärnten
Fachgruppe Gastronomie
Mag. Guntram Jilka
Tel.: 05/90 90 4-610
mailto:[email protected]
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