OTS0136   12. März 2012, 13:17

Bures: Alkolocks bringen mehr Sicherheit auf Österreichs Straßen

Unterstützung für Unternehmen, die Alkolocks in ihren Lkw einbauen - Nächster Schritt: Alkolocks in Schulbussen und in der Rehabilitation


Man muss alle technischen Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen, nutzen, um unsere Straßen sicherer zu gestalten. Dass sagte Verkehrsministerin Doris Bures bei der Präsentation der Ergebnisse des ersten Alkolock-Pilot-Projekts in Österreich heute, Montag. "Ziel ist es, durch den Einsatz des Alkohol-Interlock-Systems (Alkolock) sicher zu stellen, dass kein Lenker ein Fahrzeug alkoholisiert in Betrieb nehmen kann", erklärte Bures. Denn obwohl die Anzahl der Alkoholunfälle zwischen 2008 und 2011 um knapp 30 Prozent gesunken sind, ist Alkohol noch immer für sechs bis acht Prozent der tödlichen Unfälle hauptverantwortlich. "Es zeigt sich, dass das Bündel an Maßnahmen im Kampf gegen Alkohol am Steuer wirkt und durch weitere Maßnahmen noch verbessert werden kann", so Bures. ****

Im Rahmen des Alkolock-Pilotprojektes wurde ein Jahr lang die Handhabbarkeit dieser Geräte in Lkw getestet. Mit durchwegs positiven Ergebnissen. "Der erste Test ist erfolgreich beendet", sagte Bures und kündigt eine Unterstützung für Unternehmen an, die freiwillig Alkolocks in ihren Lkw einbauen. Bei den ersten 100 Lkw deckt das Verkehrsministerium 50 Prozent der Kosten ab.

Neben Lkw sind auch Schulbusse ein Anwendungsbereich, wo man unmittelbar mit dem Einsatz von Alkolocks beginnen könnte. "Die Sicherheit und der Schutz unserer Kinder hat oberste Priorität", so Bures. Ziel ist es, dass der Städte- und Gemeindebund, der für die Anschaffung von Schulbussen verantwortlich ist, Alkolocks in Schulbussen zu einem verpflichteten Vergabekriterium macht.

Weiters startet ein Projekt im Bereich der Rehabilitation. Hier erhalten Lenker, denen wegen eines Alkoholdeliktes der Führerschein auf unbestimmte Zeit entzogen wurde, die Möglichkeit sich freiwillig ein Alkolock in ihrem Fahrzeug einbauen zu lassen. "Diese Chance bringt zwei positive Aspekte mit sich. Erstens einen sozialpolitischen und zweitens wird die Verkehrssicherheit verbessert", erklärte Bures. Denn für viele ist der Führerschein für den Beruf unverzichtbar und "um eine Negativspirale zu verhindern, wird diese Möglichkeit in Kombination mit einer medizinischen und verkehrspsychologischen Betreuung angeboten", so Bures. (Schluss) mis/sv

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OTS0136 2012-03-12 13:17 121317 Mär 12 NSK0001 0346



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