Bures: Alkolocks bringen mehr Sicherheit auf Österreichs Straßen
Unterstützung für Unternehmen, die Alkolocks in ihren Lkw einbauen - Nächster Schritt: Alkolocks in Schulbussen und in der Rehabilitation
Wien (OTS/SK) - Man muss alle technischen Möglichkeiten, die zur
Verfügung stehen, nutzen, um unsere Straßen sicherer zu gestalten.
Dass sagte Verkehrsministerin Doris Bures bei der Präsentation der
Ergebnisse des ersten Alkolock-Pilot-Projekts in Österreich heute,
Montag. "Ziel ist es, durch den Einsatz des Alkohol-Interlock-Systems
(Alkolock) sicher zu stellen, dass kein Lenker ein Fahrzeug
alkoholisiert in Betrieb nehmen kann", erklärte Bures. Denn obwohl
die Anzahl der Alkoholunfälle zwischen 2008 und 2011 um knapp 30
Prozent gesunken sind, ist Alkohol noch immer für sechs bis acht
Prozent der tödlichen Unfälle hauptverantwortlich. "Es zeigt sich,
dass das Bündel an Maßnahmen im Kampf gegen Alkohol am Steuer wirkt
und durch weitere Maßnahmen noch verbessert werden kann", so Bures.
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Im Rahmen des Alkolock-Pilotprojektes wurde ein Jahr lang die
Handhabbarkeit dieser Geräte in Lkw getestet. Mit durchwegs positiven
Ergebnissen. "Der erste Test ist erfolgreich beendet", sagte Bures
und kündigt eine Unterstützung für Unternehmen an, die freiwillig
Alkolocks in ihren Lkw einbauen. Bei den ersten 100 Lkw deckt das
Verkehrsministerium 50 Prozent der Kosten ab.
Neben Lkw sind auch Schulbusse ein Anwendungsbereich, wo man
unmittelbar mit dem Einsatz von Alkolocks beginnen könnte. "Die
Sicherheit und der Schutz unserer Kinder hat oberste Priorität", so
Bures. Ziel ist es, dass der Städte- und Gemeindebund, der für die
Anschaffung von Schulbussen verantwortlich ist, Alkolocks in
Schulbussen zu einem verpflichteten Vergabekriterium macht.
Weiters startet ein Projekt im Bereich der Rehabilitation. Hier
erhalten Lenker, denen wegen eines Alkoholdeliktes der Führerschein
auf unbestimmte Zeit entzogen wurde, die Möglichkeit sich freiwillig
ein Alkolock in ihrem Fahrzeug einbauen zu lassen. "Diese Chance
bringt zwei positive Aspekte mit sich. Erstens einen
sozialpolitischen und zweitens wird die Verkehrssicherheit
verbessert", erklärte Bures. Denn für viele ist der Führerschein für
den Beruf unverzichtbar und "um eine Negativspirale zu verhindern,
wird diese Möglichkeit in Kombination mit einer medizinischen und
verkehrspsychologischen Betreuung angeboten", so Bures. (Schluss)
mis/sv
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