Klimafreundliche Mobilität verringert Haushalts-Kosten
Auftakt zum VCÖ-Mobilitätspreis 2012
Bregenz (OTS/VLK) - Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hat eine
Umwelt-, Energie- und Kostenbilanz der einzelnen Verkehrsmittel
erstellt. Ergebnis der VCÖ-Untersuchung: Wer mit öffentlichen
Verkehrsmitteln, mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist, trägt
nicht nur aktiv zum Umweltschutz bei, sondern verringert auch
deutlich die eigenen Mobilitätskosten. Der VCÖ hat heute, Montag,
gemeinsam mit Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und
ÖBB-Postbus-Manager Gerhard Mayer den VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg
ausgelobt. Gesucht sind vorbildhafte Mobilitätsprojekte aus
Vorarlberg.
Während im Schnitt ein Auto in Österreich 162 Gramm Treibhausgase pro
Personenkilometer verursacht, sind es beim Bus nur 56 Gramm und bei
der Bahn überhaupt nur elf Gramm. "Der Öffentliche Verkehr ist de
facto das 1-Liter-Fahrzeug", verdeutlichte VCÖ-Expertin Bettina
Urbanek im Pressegespräch.
Auch die Kostenbilanz geht eindeutig zu Gunsten des Öffentlichen
Verkehrs. Insbesondere Pendlerinnen und Pendler, die mit Öffentlichen
Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren können, ersparen sich viel Geld.
Wer beispielsweise von Feldkirch nach Dornbirn mit der Bahn pendelt,
zahlt für die Jahreskarte 360 Euro. Die PKW-Kosten fallen je nach
Größe des Fahrzeugs mit 2.840 bis 4.590 Euro pro Jahr an -
Ersparnis: "Bis zu 4.230 Euro pro Jahr", rechnete VCÖ-Expertin
Urbanek vor.
Vorarlberger setzen auf Rad, Bus und Bahn
"Nach wie vor sind Vorarlbergs Radfahrer die fleißigsten
Österreichs, vor allem aber nimmt der Anteil der Alltags-Radfahrer
stetig zu", betonte Landesstatthalter Rüdisser. Für den weiteren
Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur - derzeit ca. 750 Kilometer -
investiert das Land (ohne Gemeindeanteile) zwei bis drei Millionen
Euro jährlich. Zudem steigen immer Vorarlberger auf Bus und Bahn um.
"Die Verbesserungen in Infrastruktur und Angebot im öffentlichen
Verkehr spiegeln sich in den Verkaufszahlen von Jahreskarten und
beförderten Personen wider", sagte Rüdisser: "Im Jahr 2011 wurden
46.226 Jahreskarten verkauft, das ist ein Plus von 7,3 Prozent
gegenüber 2010." Insgesamt 85,9 Millionen Fahrgäste wurden befördert,
das sind um 4,3 Millionen mehr als im Jahr 2010.
Mobilitätspreis unter dem Motto "Nutzen nachhaltiger Mobilität"
Auch heuer laden VCÖ, Land Vorarlberg und ÖBB-Postbus zur
Teilnahme am VCÖ-Mobilitätspreis ein. Unter dem Motto "Nutzen
nachhaltiger Mobilität" werden beim VCÖ-Mobilitätspreis 2012
innovative und vorbildhafte Mobilitätsprojekte gesucht, die den
Energieverbrauch und die Umweltverschmutzung durch den Verkehr
verringern. An diesem Preis können Betriebe, Gemeinden, Unternehmen,
Schulen, Fachhochschulen und Organisationen aus Vorarlberg mit
umgesetzten Projekten teilnehmen. Für Privatpersonen gibt es einen
eigenen Ideenwettbewerb. Beispiele für mögliche Einreichungen sind:
Betriebe, die das Radfahren zum Arbeitsplatz fördern oder der Ausbau
des öffentlichen Verkehrs. Einreichunterlagen zum Mobilitätspreis
sind unter www.vcoe.at abrufbar. Einreichschluss ist der 30. Juni
2012.
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Ubee Interactive | 12. März 2012, 13:05
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