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IKG: WKR-Ball 2013 als FPÖ-Fest?

Wäre ein derartiger Ball im Schloss Bellevue oder dem Élysèe-Palast möglich?

Wien (OTS) - "Wieder soll ein rechtsextremes Netzwerktreffen stattfinden und die Hofburg-Betriebsgesellschaft schaut wieder weg. Das ist skandalös. Ein simpler Namenstausch der Veranstaltung ändert die Veranstaltung und die Teilnehmer nicht. Dass nunmehr die FPÖ einen Ball für den WKR organisiert, stellt einen für Humanisten nicht überraschend kommenden Offenbarungseid der FPÖ dar: Eine Abgrenzung zum Rechtsextremismus gibt es nicht", sagt Oskar Deutsch, der es als Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde als gesellschaftliche Verpflichtung ansieht, den für das nächste Jahr angekündigten WKR-FPÖ-Ball in der Hofburg zu verurteilen.

In Deutschland ist ein NPD-Fest am Sitz des deutschen Bundespräsidenten, dem Schloss Bellevue in Berlin, nicht vorstellbar. Ein Fest der Front National könnte ebenso wenig im Pariser Élysée-Palast stattfinden. Es bedarf verstärkter Anstrengungen der Zivilgesellschaft, Religionsgemeinschaften, Parteien und Gewerkschaften, dass diejenigen, die mit Antisemitismus, Rassismus, Minderheitenfeindlichkeit und Ausländerhetze agieren, aus der Mitte der Gesellschaft wieder in die "politische Quarantäne" zurückgedrängt werden.

Nur so wird das Jahr 1945 endlich unbestritten als Jahr der Befreiung Österreichs von einem Verbrecherregime im kollektiven Gedächtnis Österreichs bestehen bleiben - und nicht als Jahr der Niederlage für einzelne Vertreter der extremen Rechten.

Präsident Oskar Deutsch
Israelitische Kultusgemeinde Wien

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