• 11.03.2012, 10:08:23
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Glawischnig: Konsequenz aus Fukushima muss Ausstieg aus Atomenergie sein

Töchterle soll Euratomforschungsprogramm blockieren

Wien (OTS) - "Am heutigen Jahrestag des Erdbebens in Japan mit dem
darauffolgenden Tsunami und dem Super-Gau im Atomkraftwerk Fukushima
gedenken wir der Opfer und unser Mitgefühl ist bei den Angehörigen.
Aber es ist auch unsere Pflicht, das in Zukunft zu verhindern, was zu
verhindern gewesen wäre: ein atomarer Super-Gau. Die einzig richtige
Konsequenz kann daher nur der Ausstieg aus der Kernenergie und die
Abschaltung aller Kernkraftwerke sein", fordert Eva Glawischnig,
Bundessprecherin der Grünen. Der atomare Super-Gau von Fukushima hat
nämlich erneut gezeigt, dass Atomkraftwerke eine unbeherrschbare
Hochrisikotechnologie sind.

Mit rund 200 Milliarden Euro wurde seit den 1950er Jahren die
Atomenergie allein in Deutschland subventioniert. Eine ähnliche Summe
mussten die französischen SteuerzahlerInnen für diese
Hochrisikotechnologie aufbringen. "Atomenergie ist ein Luxus, den wir
uns nicht mehr leisten sollten - und können", stellt Glawischnig
fest.

Eine Handlungsnotwendigkeit sieht Glawischnig auch für die
österreichische Regierung. "Es hätte der Regierung nach Fukushima ein
Kernanliegen sein müssen, gegen die grenznahen Atomkraftwerke, die
wie Fukushima kein Containment haben, also keine Stahlbetonhülle,
rechtlich vorzugehen. Und Wissenschaftsminister Töchterle fordere ich
heute auf, das neue Euratomforschungsprogramm zu blockieren", so
Glawischnig, die darauf hinweist, dass Österreich bis 2018 für dieses
Atomprogramm 100 Millionen Euro zahlen muss. "Dieses Geld in die
Grüne Energiewende, also in Erneuerbare Energien zu investieren, ist
das Gebot der Stunde", schließt Glawischnig.

Rückfragehinweis:
Mag. Reinhard Pickl-Herk
Tel.: +43-1-40110-6707
mailto:[email protected]

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