• 10.03.2012, 10:00:31
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Weltwassertermin: Internationale Wasserwirtschaft trifft sich in Marseille / Frankreich

Lösungen zu Fragen des Zugangs zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen sind gefragter denn je

Wien (OTS) - Unter der Schirmherrschaft von Frankreichs Präsident
Nicolas Sarkozy findet vom 12. bis 17. März im Vorfeld des
Weltwassertages (22. März) in Marseille das 6. Weltwasserforum statt.
Zu diesem Anlass treffen mehrere tausend EntscheidungsträgerInnen aus
der Politik und der Finanzwirtschaft, internationale Organisationen
und NGO's, Fachleute sowie ein breites Publikum zusammen. Der
inhaltliche Schwerpunkt ist heuer dem Kontinent Afrika gewidmet. "Der
Zugang zu sauberem Trinkwasser und eine geordnete Abwasserentsorgung
stellen für viele Regionen der Welt nach wie vor ungelöste Probleme
dar. Ich begrüße deshalb die französische Initiative, für dieses 6.
Weltwasserforum Afrika ins Zentrum von konkreten Lösungsmöglichkeiten
zu rücken. Österreich kann speziell im Bereich Know-how, auch in der
internationalen Zusammenarbeit viel anbieten und wird diese Kompetenz
in Marseille im Rahmen der österreichischen Delegation aktiv
einbringen", so Umweltminister Niki Berlakovich anlässlich des
Weltwasserforums.

Ziel des Treffens ist, Lösungen für akute Probleme in
Wasserfragen, vor allem für Afrika, zu finden. Am 13.3. soll eine
MinisterInnendeklaration verabschieden werden. Wichtige Themen sind
dabei der beschleunigte Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären
Anlagen, Green Economy, Wasser für die Sicherung der
Nahrungsmittelversorgung sowie für die Energieerzeugung und generell
die Bewahrung des "Blauen Planeten". Auch wasserbürtige Katastrophen
stehen im Zentrum der Verhandlungen.

In 10 Roundtables werden brisante Wasserthemen diskutiert.
Österreich wird hier insbesondere seine guten Erfahrungen in der
Internationalen Zusammenarbeit in großen internationalen
Flussgebieten einbringen, Erfahrungen, die zu einem Zeitpunkt, wo
Wasser für viele Millionen Menschen zu einem begrenzenden Faktor für
Wachstum, aber auch das Überleben wird, besonders gefragt sind.

Österreich hat derzeit die Donaupräsidentschaft der ICPDR inne und
kann daher wichtige praktische Erfahrungen einbringen. Weiters wird
Österreich als Land mit einem besonderen hohen Anteil an
Wasserkraftproduktion besonders auch bei der brisanten Frage, die
sich in vielen Ländern aktuell stellt, der Vereinbarkeit von
Wasserkraftproduktion und Ökologie wertvolle Beiträge liefern können.

Am 14. März findet eine hochrangige Konferenz unter Einbindung der
Afrikanischen Entwicklungsbank statt. Wichtige Initiativen sollen für
die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in ländlichen Gebieten
gesetzt werden, die darauf abzielen, bis 2015 80 % der ländlichen
Bevölkerung in Afrika zu erreichen. Zudem soll die Afrikanische
Wasserfazilität, die die Vorbereitung von Projekten in Gebieten mit
beschleunigter Verstädterung unterstützt, einen neuen Antrieb
bekommen.

Der Weltwassertag findet aufgrund einer UN-Resolution jährlich am
22. März statt. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit weltweit auf die
unersetzbare Ressource Wasser zu lenken. Das Motto für 2012 lautet
"Wasser und Lebensmittelsicherheit".

Informationen im Internet: www.wasseraktiv.at

Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6823

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