• 08.03.2012, 14:11:37
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Kurz: Migranten zur Freiwilligkeit motivieren; ab heute darf jeder Migrant zur Freiwilligen Feuerwehr

Integrationsstaatsekretär Sebastian Kurz hielt einen Vortrag bei der von der Stadt Graz und der Caritas organisierten Tagung "Migration & Ehrenamt" am 8. März im Grazer Rathaus

Wien (OTS) - "Es ist wichtig, dass Leistungen von Migranten in
Österreich anerkannt werden", sagte Integrationsstaatssekretär
Sebastian Kurz heute bei der Konferenz "Migration & Ehrenamt" in
seinem Begrüßungsreferat im Rathaus der Stadt Graz. "Es geht aber
auch darum, von Migranten Leistung einfordern und erwarten zu
können", betonte Kurz. "Natürlich muss Leistung auch möglich gemacht
werden, das heißt, die Politik muss Rahmenbedingungen schaffen."

Im Zuge der am 8. und 9. März stattfindenden Fachtagung "Migration &
Ehrenamt" in Graz diskutieren Projektpartner und Experten über das
Thema Migration und Freiwilligenarbeit.

Aus Anlass des Europäischen Jahres der Freiwilligkeit 2011 führt die
Caritas gemeinsam mit der Stadt Graz ein transnationales Projekt zum
Thema "migration & volunteering" durch. Ziel des Projekts ist es,
freiwillige Arbeit von Migrantinnen und Migranten einerseits und
freiwillige Arbeit für Migrantinnen und Migranten andererseits zu
evaluieren und die Strukturen von freiwilliger Arbeit in den
Projektpartnerstädten Graz, Ljubljana und Middlesbrough zu
vergleichen. Im öffentlichen Diskurs soll die Thematik besser
sichtbar gemacht werden.

Die Konferenz setzt sich die Aufgabe, durch fachliche Inputs von
Experten das Thema zu vertiefen und dadurch einen Know-how-Transfer
zu erreichen. Außerdem werden Best-Practice-Modelle diskutiert und
auf ihre Übertragbarkeit geprüft. Wie man Migrantinnen und Migranten
für ein Ehrenamt motiviert und warum alle davon profitieren, wird
Gegenstand der Diskussionen sein.

"Das Lernen der deutschen Sprache ist die Basis für jede gelungene
Integration. Auch gegenseitiger Respekt ist unumgänglich", betonte
Staatssekretär Kurz im Rahmen seines Vortrages und mit Bezug auf das
Projekt ergänzte er: "Österreich ist ein Land der Chancen. Man kann
sich einbringen, wenn man will. Das Projekt zeigt, wie wesentlich die
Freiwilligkeit für die Integration ist, vor allem für eine
Gesellschaft die offener wird. Die Vereine in Österreich müssen sich
öffnen und Migranten müssen für die Freiwilligkeit motiviert werden."

Bis gestern war es Menschen ohne Staatsbürgerschaft nicht überall in
Österreich möglich, sich bei der Freiwilligen Feuerwehr zu
engagieren. Die Landesgesetzte in der Steiermark und in Kärnten
ließen es nicht zu, dass jemand ohne die Staatsbürgerschaft eines
EU-Landes Mitglied bei einer Freiwilligen Feuerwehr werden konnte.

Um diese Regelungen aufzuheben, hatte Staatssekretär Kurz mit den
verantwortlichen Landespolitikern im letzten Jahr Gespräche geführt.
Mit Erfolg. In der Steiermark wurde es im Dezember geändert. Heute im
Kärntner Landtag. Mit heute 8. März darf sich nun jede Migrantin und
jeder Migrant freiwillig bei der Feuerwehr engagieren und somit einer
traditionell typisch österreichischen Aktivität nachgehen.

Rückfragehinweis:

Staatssekretariat für Integration
   Pressereferat
   1010 Wien, Minoritenplatz 9
   Tel. +43 1 53126-70005
   mailto:[email protected]

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