• 08.03.2012, 13:15:53
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Jakob Auer: Balance zwischen intelligent Sparen und Wachstum entscheidend

Bauernbundpräsident: Brauchen volle Unterstützung der Bundesregierung bei GAP

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die Notwendigkeit des Sparens ist
unbestritten. Österreich auf gesunde Beine zu stellen und für die
Stabilität in Österreich und der Eurozone zu sorgen, ist wichtig,
damit die Finanzmärkte nicht die Chance haben, uns zu diktieren. Das
sagte heute, Donnerstag, der ÖVP-Abgeordnete und Präsident des
Bauernbundes Jakob Auer im Plenum des Nationalrates. Die
Ausgangsbasis sei in Österreich besser als in anderen Ländern, das
zeigen die Budgetkennzahlen und die Beschäftigungsziffern. "Damit ist
auch das Exportwunder Österreich begründbar", mahnt Auer durchaus
etwas mehr Selbstbewusstsein ein. Kritik übte Auer an den Angriffen
auf die bäuerliche Bevölkerung im Vorfeld der Diskussionen zum
Reformpaket. "Das hat zum Teil ein Niveau erreicht, das mir
unverständlich war und ist", so Auer.

"Ja, die Reformen sind zum Teil schmerzlich. Aber Reformen, die
keinen Schmerz verursachen, gibt es nicht", erinnert Auer aber auch
daran, dass die Bevölkerung durchaus Verständnis für Reformen habe,
wenn die Balance zwischen intelligent Sparen und Wachstum stimmt.

"Die Bauern tragen das Sanierungspaket mit", stellt Auer klar.
Dennoch kritisiert der Bauernbundpräsident die Angriffe auf die
bäuerliche Bevölkerung im Vorfeld. "Ich habe es satt, wenn immer den
Bauern die Ausgleichszahlungen vorgehalten werden", erinnert Auer an
die Tatsache, dass immer weniger Geld für Lebensmittel ausgegeben
wird, die Bauern aber immer noch weniger für ihre Produkte bekommen
als vor dem EU-Beitritt. "So mancher Ausgleich dient der
Konsumentenstützung, wird aber immer den Bauern vorgehalten."

Die Landwirtschaft wird in vielen Bereichen durch die Maßnahmen im
Sanierungspaket getroffen. "Es gibt Menschen, die durch dieses Paket
auf Gehaltserhöhungen verzichten müssen, die Bauern aber müssen
Einkommenskürzungen hinnehmen. Trotzdem wissen wir, dass wir unseren
Teil zu diesem Paket zu leisten haben." Nunmehr brauche es aber die
volle Unterstützung der Bundesregierung bei den anstehenden
Verhandlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik. "Denn weitere Belastungen
kann diese Berufsgruppe nicht mehr verkraften", so Auer. Immerhin
dient die Landwirtschaft der Sicherung der Lebensmittelversorgung,
dem Erhalt der Kulturlandschaft und der vitalen Lebensräume. "Ohne
bäuerlicher Bewirtschaftung gäbe es auch keinen Tourismus", verweist
Auer auf die Symbiose von Landwirtschaft und Tourismus.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

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