- 08.03.2012, 13:03:06
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FPÖ-Wien zu Frauentag: Frauen frei und selbstbestimmt
Positive Entwicklungen verstärken, Defizite rasch abbauen
Wien (OTS/fpd) - Die freie Wahl des Lebensmodells ist ein
unverrückbarer Grundsatz freiheitlicher Frauenpolitik, stellt die
Wiener FPÖ-Frauensprecherin Stadträtin Veronika Matiasek klar. Egal,
ob sich eine Frau für die Familie, für Familie und Beruf oder
ausschließlich für das Berufsleben entscheide, sie dürfe dadurch
keinen Nachteil erfahren. "Wir lehnen daher", so Matiasek, "jedes
verordnete Lebensbild ab. Die Politik hat die Rahmenbedingungen zu
schaffen, dass die soziale Absicherung für alle Frauen gewährleistet
ist. Sie ist aber nicht dazu da, die unterschiedlichen Lebensweisen
in Gut und Böse einzuteilen, wie das derzeit von Links passiert.
Unter dem Vorwand Rollenklischees aufzubrechen, werden hier nur neue
geschaffen. Die Förderung von Feminismus dient nicht der Förderung
von Frauen. Sie unterstützt lediglich einen kleinen Kreis linker
Akteurinnen", begründet Matiasek die Ablehnung der rot-grünen
feministischen Projekte und deren Subventionen in Wien.
Adäquate Beschäftigungs- und Gehaltsstruktur für Frauen
gefordert
Am 100. Weltfrauentag seien die Rahmenbedingungen für Frauen in
Österreich immer noch unbefriedigend. Die Bundesregierung verstricke
sich in frauenpolitische Randthemen, wie den verpflichtenden
Papa-Monat, während die tatsächlichen Probleme ungelöst blieben. Die
Durchschnittsgehälter der Frauen in Österreich liegen laut Global
Gender Gap Report 2011 im internationalen EU-Vergleich immer noch
deutlich unter jenen der Männer. Der Bruttostundenlohn von Frauen
werde mit durchschnittlich einem Viertel weniger beziffert, als der
von Männern, beim Jahresgehalt verdienen Frauen sogar 42% weniger.
Auch der Anteil von Frauen in Managementpositionen liege bei nur
5,1%. Ein Drittel aller berufstätigen Frauen seien
Niedriglohnbezieherinnen, 85 Prozent arbeiten Teilzeit. Es sei daher
allerhöchste Zeit Maßnahmen zu setzen, um diese Ungerechtigkeit zu
schließen.
Einkommensnachteile und ausbildungsbedingt schlechtere
Beschäftigungschancen von Frauen schlagen sich in der Folge in
niedrigeren Frauenpensionen und in einem höheren Armutsrisiko nieder.
Heute seien mehr als ein Viertel aller alleinlebenden Pensionistinnen
armutsgefährdet, ebenso mehr als ein Viertel aller
Alleinerzieherinnen. Das sei eine alarmierende Quote. Die derzeit
diskutierten außertourlichen Gehaltsrunden für Frauen seien zwar zu
begrüßen, gingen aber nicht weit genug. Die Maßnahmen dürften keine
einmaligen sein. Um die Situation der Frauen in Österreich
tiefgreifend zu verbessern, müsse es eine Reihe von Maßnahmen, die
Hand in Hand gehen, geben. Das politische Augenmerk müsse darauf
liegen, eine adäquate Beschäftigungs- und Gehaltsstruktur für Frauen
zu schaffen. Eine Quotenreglung sei jedoch abzulehen, sagen die
Wirtschaftssprecherin der FPÖ-Wien, LAbg. Dr. Barbara Kappel und
Gemeinderätin, LAbg. Angela Schütz.
Dass jetzt eine Frau an der Spitze der Technischen Universität Wien
steht oder Frau Dr. Ladstätter Chefarchäologin in Ephesos ist,
spreche für die qualitative Arbeit, die Frauen in entsprechenden
Positionen leisten können. Auch im Brückenbau an der TU Wien tut sich
eine Frau mit besonderen Eigenschaften hervor, um einige wenige
Beispiele anzuführen. Diese Entwicklungen gelte es zu unterstützen,
um derartige Debatten am Frauentag in naher Zukunft überflüssig zu
machen, so FP-Gemeinderätin LAbg. Henriette Frank.
Ausweitung der Betreuungszeiten von Kindergärten gefordert
Für die vielen betroffenen Alleinerzieherinnen sei zudem eine
Ausweitung der Betreuungszeiten sowie die Sicherstellung eines
Betreuungsplatzes für ihr Kind von Nöten. Jedes Kind müsse auch einen
Platz bekommen. Außerdem sei zu bedenken, dass die Öffnungszeiten
insbesondere im Handel immer mehr ausgedehnt und damit auch
familienfeindlicher werden. Daher müsse die Stadt hier nachbessern
und auch vermehrt Kinderbetreuungseinrichtungen anbieten, die bis in
die Abendstunden hinein reichen. Andernfalls sei es für viele
Alleinerzieherinnen nicht möglich, Job und Kind unter einen Hut zu
bringen, so die Gemeinderätin der FPÖ-Wien, LAbg. Ute Meyer, die
zudem einmal mehr auch den Ausbau der Institution "Tagesmutter"
fordert.
30 Jahre sozialistische Frauenpolitik seien keine Erfolgsgeschichte.
Die Einkommensschere klaffe nach wie vor, Alleinerzieherinnen und
Frauen ohne entsprechende Altersabsicherung würden die größte Grippe
der armen und armutsgefährdeten Personen in Österreich darstellen.
Das Ziel sei daher eine Zukunft, in der Kinder nicht zur Armutsfalle
werden und alle Frauen einem gesicherten Lebensabend entgegensehen
können, so die Mandatarinnen abschließend. (Schluss) hn
Rückfragehinweis:
FPÖ-Wien, Pressestelle
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