Frauentag - Mikl-Leitner: Einkommensschere schließen, Väterbeteiligung ausweiten, Vereinbarkeit verbessern
"Maßnahmen für die Frauen müssen immer gesetzt werden, nicht nur anlässlich des Frauentags", betont ÖAAB-Bundesobfrau Mikl-Leitner
Wien (OTS) - "Die Politik muss dafür sorgen, dass Frauen mehr
Freiheiten und Chancen bekommen. Jeder Benachteiligung von Frauen
gegenüber Männern trete ich entschieden entgegen. Das gilt für die
Ausbildung, die Arbeit und die Familie", sagt Mikl-Leitner. "Frauen
und Männer sollen ihr Leben eigenverantwortlich gestalten können und
nicht in staatlich verordnete Zwangsjacken gesteckt werden."
Maßnahmen für Frauen müssen immer gesetzt werden, nicht nur rund um
den Frauentag.
Schließen der Gehaltsschere
Kranzzeiten werden in vielen Kollektivverträgen bei der
Gehaltsvorrückung berücksichtigt. Das ist ungerecht und vermindert
das Einkommen von Frauen ein Leben lang. Mikl-Leitner: "Die
Gehaltsschere im Berufsleben wird zur Pensionsschere im Alter. Viele
Frauen werden dadurch in die Armutsfalle gedrängt." Auch durch das
niedrige Pensionsantrittsalter sind Frauen benachteiligt. Dadurch
verlieren Frauen die besten Jahre, haben schlechtere Aufstiegschancen
und einen schlechteren Zugang zu Fortbildung als Männer.
Mehr Väterbeteiligung
"Die Hälfte aller Eltern besteht aus Vätern und Studien zeigen, dass
sich drei Viertel der Väter aktiv an der Kindererziehung beteiligen
wollen", sagt Mikl-Leitner. "Sie wären bereit in Karenz zu gehen oder
Teilzeit zu arbeiten." Väter brauchen Anreize, die Karenz- und
Kinderbetreuungszeiten, die ihnen zustehen auch zu nutzen.
Väter werden in der Kindererziehung gebraucht. Besonders unmittelbar
nach der Geburt. Deshalb ist es nur vernünftig ihnen zu ermöglichen
bis zu drei Monate nach der Geburt gemeinsam mit der Mutter in Karenz
zu gehen und das Kinderbetreuungsgeld zu beziehen.
"Ich bin sicher, das mehr Väter als bisher die Karenzzeit und das
Kinderbetreuungsgeld auch in Anspruch nehmen, wenn sie in der
wichtigen Zeit direkt nach der Geburt die Möglichkeit dazu bekommen",
so Mikl-Leitner.
Albrecht Oppitz
Presse
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