- 07.03.2012, 12:54:04
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Musiol zu Papamonat: Regierungsvorschläge haben Halbwertszeit von drei Tagen
Frauenpolitik braucht klare Ziele statt Zickzackkurs
Wien (OTS) - Die Grüne Familiensprecherin Daniela Musiol hält die
aktuelle Positionierung der Frauenministerin Heinisch-Hosek in Sachen
Papamonat für "völlig unverständlich. Heinisch-Hosek hat am Sonntag
in der Pressestunde noch von einem einmonatigen verpflichtenden
Papamonat gesprochen und dann den - zugegebenermaßen unerwarteten -
Vorschlag von VP-Ministerin Mikl-Leitner von sogar drei Monaten
unterstützt, um in den Printmedien am Mittwoch wiederum einen
einmonatigen Papamonat als Ziel zu erklären. Kennt sich da noch
irgendjemand aus?"
Die Grüne beobachtet nicht zum ersten Mal, dass die SPÖ-Ministerin
öffentlich Forderungen erhebt, die sie dann in der Regierung nicht
umsetzt. Musiol: "Nun kommt endlich einmal aus ÖVP-Kreisen ein erstes
sinnvolles Signal in Richtung Unterstützung der Väterbeteiligung, und
Heinisch-Hosek lässt dies ungenützt. Weder zementiert sie EINEN
längst überfälligen Papamonat ein, noch nimmt sie den
Koalitionspartner beim Wort und fordert drei Monate."
Die Familiensprecherin beharrt auf der Grünen Position ohne Wenn und
Aber: "Der Papamonat ist ein wesentlicher Beitrag zur Steigerung der
Väterbeteiligung. Er ist für die Entwicklung der Vater-Kind-Beziehung
und zur Unterstützung der Mütter nach der Geburt ein wichtiger
Rahmen. Ein voller Einkommensersatz muss gewährleistet sein, damit
auch alle Väter ohne finanzielle Nachteile für das gemeinsame
Einkommen davon Gebrauch machen können." Nach Grüner Vorstellung
sollte der Papamonat automatisiert sein. Der Automatismus hätte den
Vorteil, dass Arbeitgeber sowohl bei Frauen als auch bei Männern aus
Anlass einer Geburt künftig mit Arbeitsunterbrechungen zu rechnen
hätten. Musiol: "Österreichs Familien brauchen rasche Reformen und
die Einführung des Papamonats - Schluss mit dem
Ankündigungs-Zickzack."
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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